“Onkelchens Traum”
gefällt mir noch besser als “Das Gut Stepantschikowo”.
In der Erzählung geht es um einen alten, senilen Fürsten, der in eine Provinzstadt kommt. Der geile Bock, der ein Glasauge, einen angeklebten Bart und kaum noch Verstand hat, aber reich und eben ein Fürst ist, wird von einer Dame der Stadtaristokratie dahingehend beeinflusst, ihre übriggebliebene Tochter zu heiraten. Denn neben seinem Titel hat er auch noch großen Reichtum zu bieten und öffnet die Türen in höchste St. Petersburger und Moskauer Kreise. Binnen eines Jahres spätestens wird der blöde, alte Sack tot sein so spekuliert man aber der Titel und der Reichtum bliebe bei der noch jungen Witwe. Alles ist schön ausgedacht nur intrigiert in dieser Stadt jede(r) gegen jede(n) (den eigentlich sind es die Damen der Stadt) und versucht ihren guten Schnitt mit dem senilen Fürsten zu machen und so kann vieles schiefgehen mit der geplanten Hochzeit, die ja vielleicht doch nur Onkelchens Traum war.
Muss mein Bild über Dostojewski wohl korrigieren, der alte Knabe hatte ja doch Humor!

