Herbst ad Portas
Es ist schon bisschen frisch, um längere Zeit im Garten zu sitzen und zu lesen. In der Sonne ist es noch warm, nur steht die nachmittags schon so tief, dass sie zum Teil hinter einem der benachbarten Häuser verschwindet. Eine kleine Sonnenlichtschneise bleibt mir, die sich aber schnell weiter bewegt. Muss ich mit meinem Stühlchen immer mitrücken. Bald wird es ganz vorbeisein mit dem nachmittäglichen Lesen im Garten. Außerdem fallen einem in immer kürzeren Abständen Blätter - meistens Lindeblätter, es sind aber auch welche vom Birnbaum dabei - auf den Kopf oder das Buch, die ich mir dann gedankenverloren vom Haupt runterstreiche oder von Buch puste.
Der “Daniel Druskat” gefällt mir. Es ist keine Kopfsache, es ist eine emotionale Zuneigung. Schwer zu beschreiben. Ein wenig bin ich an Kummerow (Ehm Welk) und Weltzow (Günter de Bruyn) erinnert. Und wenn ich mir den Druskat vorstelle, sehe und höre ich immer den (jungen) Manfred Krug.
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