Eine Art Tagebuch…

Beobachtungen ¦ Fotos ¦ Notizen

Archiv für August 2007

Textohrwurm

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Ohrwürmer gehen auch ganz ohne Musik, mit Gedichten zum Beispiel. Das untenstehende ging mir heute gar nicht aus dem Sinn. Dabei möchte ich vermessen behaupten, nichts liegt mir im Moment ferner als mein Grab. Dieses Gedicht hat mir als Kind schon immer sehr gefallen.

Wo?

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd ich wo in einer Wüste
Eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh ich an der Küste
Eines Meeres in dem Sand?

Immerhin mich wird umgeben
Gotteshimmel, dort wie hier,
Und als Totenlampen schweben
Nachts die Sterne über mir.

Heinrich Heine

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

30. August 2007 um 20:09

Veröffentlicht in Literatur, Notizen

Ganz und gar kein Pyrrhus-Sieg

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Der (Haupt-)Kampf dauerte eine Woche. Knapp vor Ultimo heute der Lohn. Ich habe einen großen Sieg errungen an den ich gar nicht mehr zu glauben wagte. Ich kann mich nicht einmal richtig freuen, vielleicht kommt das später. Ganz bestimmt. Jetzt bin ich nur müde und hungrig und müde.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

29. August 2007 um 19:35

Veröffentlicht in Beruf, Innenleben, Notizen

#18

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Am Fuß der Kiefer
Nadelgenerationen -
duftende Ruhe

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

26. August 2007 um 19:55

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Kleine Sonne

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

26. August 2007 um 19:06

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Der letzte Versuch?

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Es ist komisch, monatelang (jahrelang?)passiert gar nichts. Ereignisarm spult sich das Leben ab, man kann sich gar nicht vorstellen, dass es je anders sein könnte. Man ist viel zu kraftlos und resigniert, um sich eine neue Richtung zu geben und wie sollte die wohl auch aussehen. Man hat ja keine Ahnung von gar nichts. Und überhaupt man hat sich daran gewöhnt, dass alles ganz falsch ist. Keinen kindischen Optimismus bitte.

Und dann plötzlich rafft man sich doch auf und es reichen ein paar Tage, um das ganze bisherige Leben auf den Kopf zu stellen. Oder wie ich in meinem Fall hoffe, auch gerne vom Kopf auf die Füße. Man wundert sich selbst, ist man nicht zu alt für Enthusiasmus, warum plötzlich so ein Energieausbruch. Ist das ein letztes Aufbäumen bevor man es ganz aufgibt oder kommt jetzt doch noch was, was nicht ganz so falsch ist?

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

25. August 2007 um 20:10

Veröffentlicht in Innenleben

Zwei Besessene

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Wieder „Mein liebster Feind“ von Werner Herzog angesehen (den kompletten Film gibts auch als Google-Video). Ein Film, den ich mir immer wieder ansehen kann. Auch wenn mir Herzog von mal zu mal selbstgefälliger erscheint.

Mindestens ein so großer Egomane wie Kinski, nur ohne Schreien und Toben und damit sehr viel besser zu ertragen. Mir ist ein Rätsel, warum bei den Dreharbeiten im Urwald nicht wenigstens die Hälfte der Film-Crew durch Unfälle oder Mordkomplotte ums Leben gekommen ist.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

25. August 2007 um 19:31

Veröffentlicht in Film, Notizen

Unsortiertes

mit 8 Kommentaren

  • Tausend „Wenns“ und „Abers“ tanzen in meinem Kopf.
  • Die Wildschweine bringen unsere Wölfe um.
  • Eine tote Katze am Straßenrand, der Anblick gibt mir einen Stich.
  • Meine Sandkastenfreundin hat heute Geburtstag, ich habe nicht angerufen.
  • Am Himmel schwimmen die Föhnfische um die Wette.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

24. August 2007 um 19:21

Veröffentlicht in Notizen

Worte mit der Wurzel ausgraben

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Kurz notiert:

[...] Das zweite Mittel, sich interessant zu geben, besteht darin, kein Ding so zu nennen, wie es wirklich heißt. [...] Was ist das? Das ist Impotenz. Denn nichts ist schwerer, nichts erfordert mehr Arbeit, mehr Kultur, mehr Zucht, als einfache Sätze unvergeßlich zu machen. „Handwerker trugen ihn. Kein Geistlicher hat ihn begleitet.“ Die Worte mit der Wurzel ausgraben: das ist Literatur.

Kurt Tucholsky, Der Bär tanzt, 1928

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

22. August 2007 um 19:26

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Der Aufschwung kommt!

mit 9 Kommentaren

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

21. August 2007 um 19:03

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Mügeln früher

mit 4 Kommentaren

Als ich klein war sind sind wir ab und zu nach Mügeln gefahren, da wohnten zwei uralte Tantchen. Wie genau wir mit denen verwandt waren, habe ich mir nie merken können. Sie wohnten am Stadtrand auf einem Hügelchen, eine Apfelplantage reichte fast bis an die Haustür heran.

Das waren zwei nette alte Damen, vollkommen aus der Zeit gefallen, sie kleideten sich altmodisch, auch die Einrichtung war noch aus den 30′er Jahren. Sie waren nie verheiratet und hatten auch keine Kinder. Sie lebten ihr ganzes Leben in Mügeln und sind dort nur einmal umgezogen, vom Zentrum an den Stadtrand.

Erst starb die eine, ein paar Jahre später die andere. Als das übriggebliebene Tantchen schon ein bisschen sehr schwach und klapprig wurde, haben wir sie – meine Mutter und ich – noch einmal besucht. Wir wohnten ein paar Tage dort und als wir zurückfahren mussten, bestand sie darauf uns zum Bahnhof zu begleiten. Sie hatte einen großen alten Leiterwagen, wie man ihn in alten Filmen manchmal noch sieht. Da packte sie unsere Taschen drauf und zuckelte mit uns zum Bahnhof.

Kurz darauf erhielten wir ein Telegramm, dass sie gestorben ist. Zu unserer großen Überraschung kam ein paar Tage nach der Todesnachricht ein großes Paket von ihr mit der Post, da waren viele verschiedene Sachen drin, die sie uns noch schenken wollte, weil sie spürte, dass sie bald sterben würde. Für mich hatte sie auch was reingetan, ein altes sehr gut erhaltenes Skatspiel. Das habe ich heute noch.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

20. August 2007 um 19:31

Veröffentlicht in Innenleben, Notizen