Archiv für Oktober 7th, 2007
Am Wegesrand

Wieder in Maxen
Bin heute noch einmal in Maxen gewesen und zum blauen Häusel spaziert, welches auswendig gar nicht blau aussieht. Es soll innen aber blau ausgemalt sein. Das konnte ich nicht überprüfen, denn das blaue Häusel befindet sich in Privatbesitz und ist nur am Tag des offenen Denkmals oder anderen Anlässen zu besichtigen.
Das blaue Häusel mutet etwas fremd in der mitteldeutschen Herbstlandschaft an, denn es sieht wie eine Moschee aus, hat ein Kuppeldach und trägt einen Halbmond zuoberst. Es ist ein Gartenhäuschen errichtet 1848 von Friedrich Anton Serre dem Rittergutsbesitzer in Maxen zu Ehren des javanesischen Malers Raden Saleh.
Hinter dem blauen Häusel führt ein kleiner Weg in den Wald hinein, wenn man ihm folgt, kommt man nach kurzer Zeit zur Andersen-Lärche, der neuen und den Resten der alten. Die ursprüngliche Lärche, von der noch der Stumpf zu sehen ist, wurde 1844 von Hans Christian Andersen gepflanzt:
Ganz vorn an einem Felsabhang, da pflanzte ich das Bäumchen ein,
ging fort und vergaß den Vorfall.
Die Lärche wurde dann von Friederike Serre weiter gepflegt. Vor ein paar Jahren wurde vom Heimatverein hinter dem Stumpf der alten eine neue Lärche gepflanzt. Ein Stück des alten Stumpfes wurde an das Museum in Odense, dem Geburtsort von Andersen, verschenkt.
Auf einer Bank oberhalb der Lärche liegt eine Lesebox mit Büchern von Andersen und ein Gästebuch aus, in dem sich Wanderer verewigen können. Ich habe auch was reingeschrieben. Auf dem Rückweg traf ich die langhaarige Mieze vom Katzengnadenhof wieder, die mich freundlich begrüßte.
(Quelle: Infoblätter am Blauen Häusel und an der Andersen-Lärche)

