Eine Art Tagebuch…

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Melancholia

mit 3 Kommentaren

Vor ein paar Tagen ging der letzte Schachzug meines Planes auf. Die Bank ist, ohne es zu ahnen, den von mir angelegten Pfad gewandelt und hat eine für mich günstige Entscheidung getroffen (die Bank glaubt das Gegenteil und das soll sie auch).

Durchaus also ein vollkommener Sieg. Und trotzdem, das fühlt sich alles so leer an. Die Stille nach der Schlacht, um ein albernes Bild zu bemühen. Man reibt sich die Augen, wundert sich, dass man noch lebt und fragt sich: Was nun?

Was ich vielleicht bei Gelegenheit lernen sollte ist, mich über Erfolge zu freuen. Das gelingt mir nie so recht. Vielleicht, weil mir im Grunde die letztendliche Vergeblichkeit meines gesamten Tuns sehr möglich erscheint.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

21. Oktober 2007 um 20:11

Veröffentlicht in Innenleben

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3 Antworten

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  1. Melancholie nach gelungenen Aktionen kenn ich. Ich möchte mich nicht dazu versteigen, sie für ganz normal zu erklären (weil ich nämlich weder mich noch Dich für ganz normal halte) – aber sie geht in den meisten Fällen vorbei. Va, pensiero, sull’ali dorate! (Ist gerade ein Lieblingszitat von mir.)

    Claudia

    25. Oktober 2007 um 01:27

  2. Wahrscheinlich eine Spielart von „post coitum omne animal triste“. ;o)

    Bardamu

    25. Oktober 2007 um 19:43

  3. Wahrscheinlich…
    Vielleicht ist es einfach nur das Erkennen der Leerheit aller Dinge.
    Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man!

    “Freue dich nicht übermäßig über das Richtige,
    Sei nicht traurig über das Falsche.
    Für die alten Meister sind die Dinge wie Blumen und Blüten.
    Pfirsichblüten sind rot,
    Pflaumenblüten sind weiß, und Rosen sind rosa.
    Ich frage den Frühlingswind, warum das so ist, aber er weiß nichts davon.”
    aus: Zu den Quellen des Zen, Shibayama, Heyne Verlag

    stille

    28. Oktober 2007 um 13:10


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