Die WHO sagt:

Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen.

Und was ist, wenn nun die Gemeinschaft krank macht, weil sie selbst krank ist?



3 Responses to “Eine Definitionsfrage”  

  1. 1 Claudia

    Das ändert nichts an der Richtigkeit der Definition. Es müssen ja alle Bedingungen zusammenkommen - und wenn man nur gegen seinen Willen und ohne wirkliche Produktivität zur Gemeinschaft beitragen kann, ihre Krankheit zu unterstützen, sind die Bedingungen nicht erfüllt.
    Natürlich kann man die Definition auch so interpretieren: Ein Lebenskünstler, der von großen Teilen der Gemeinschaft für völlig verrückt gehalten wird, aber seine Nische findet, in der er selbständig arbeiten, helfen und lieben kann, ist psychisch gesund.

  2. 2 Bardamu

    Wendete man diese Definition konsequent an, gäbe es wohl nur wenige psychisch wirklich Gesunde. Sie scheint eher einen anzustrebenden Idealzustand beschreiben zu sollen. Unabhängig von der Frage, ob die jeweilige Gemeinschaft selbst “gesund” ist, was kein unerheblicher Faktor ist, denn das bleibt ja nicht ohne Rückkopplung auf die Individuen der jeweiligen Gesellschaft.

  3. 3 rainer

    Ich finde die Definition ganz verbünftig. Ich denke ein gesunder mensch kann sich gegen vieles gesundheitsschädliches Abgrenzen und unerreichbar machen.

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