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An der Lukaskirche in Dresden

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Westlich neben der Lukaskirche in Dresden steht eine alte Kriegsruine. Ist glaub ich der Rest eines ehemaliges Verwaltungsgebäudes der Kirchgemeinde. Heute habe ich mich dort herumgetrieben. Eigentlich war meine Absicht Fotos der russisch-orthodoxen Kirche zu machen, die ist aber so geschickt eingebaumt, das dieses misslang.

Also ein paar Schritte weiter zur Lukaskirche. Von der Kirche weiß ich nur, dass ihr ein Stück vom Turm fehlt, dass zu DDR-Zeiten wegen der hervorragenden Akustik Schallplattenaufnahmen in ihr gemacht wurden und dass wir uns, als ich vor ewiger Zeit noch beim Grünflächenamt war, dort oben gerne bis zum Feierabend “abgeduckt” haben, wie wir das nannten. Es ist wider Erwarten sehr ruhig da, obwohl die verkehrsreichen Straßen nicht weit sind.

Als ich vor der Kirche auf den Steinen in der Sonne saß, war sie wieder da die kleine Sehnsucht nach der Religiosität. Glauben zu können an etwas, das größer ist als man selbst und die Zeit überdauert, diese Fähigkeit hätte ich gerne. Dabei ist es nicht entscheidend, ob es sich um eine Religion oder eine Ideologie handelt. Der Glauben an sich ist es, der mich fasziniert. Kultivierter Skeptizismus ist kein wirklich befriedigender Ersatz.

An besagter Ruine des Nebengebäudes ist es mir gelungen einen Steinfrosch zu fotografieren. Eine Steinratte war auch da, die war aber nicht so gut zu erwischen.

Written by Ferdinand Bardamu

5. April 2008 um 19:40

Veröffentlicht in Ausflug, Innenleben, Notizen

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