Archiv für August 15th, 2008
Außen wie innen
Kalt ist’s. Es riecht nach Herbst. Und mir ist auch schon ganz komisch. Wenn ich eins wüsste, würde ich ein trauriges Gedicht aufsagen.
Hohburkersdorfer Höhe
Nah der Mitte
Also gestern nun auf der Hohburkersdorfer Höhe gewesen. Nah an der Mitte der Welt sei man hier, sagen manche. Mit der Vorstellung kann ich mich anfreunden. Ich bin von Rathewalde aus hinaufgestiegen. Oben auf dem Hügel alte Linden, ein Kriegerdenkmal und ein weiter Blick ins Land. Man kann von der Sächsischen Schweiz bis ins Osterzgebirge sehen.
Als ich oben ankam, schien noch die Sonne. Die Wolken waren aber schon im Anmarsch. Leider war ich anfangs nicht allein. Unter den Linden auf der Bank, vier schwatzhafte Rentner. Die Silberschöpfe haben Sitzfleisch, das weiß ich. Ich also erstmal immer um die Baumgruppe herum, Fotos machen und die Aussicht genießen. Endlich gingen die Leute weg. Und als sie fort waren, war es richtig schön. Der Wind rauschte in den Linden, sonst Ruhe. Nein, nicht ganz von unten hörte man leise die Autos auf der Straße. Ein kleiner Fehler im Bild.
Zwischen den Bäumen ein Gedenkungetüm der bekannten Sorte. Unseren Helden 1914 – 1918 gewidmet, darunter die Namen der Helden der Gegend. An den Flanken der Säule wurden die Opfer des nächsten Weltkrieges angebracht. Jetzt ist kein Platz mehr. Nach knapp zwei Stunden bin ich wieder runtergestiegen. Nur einmal noch kam in der Zeit ein Mann mit Hund vorbei und störte nicht. Gefallen hat mir’s da oben.


