Archiv für Juni 1st, 2009
Vier Eigenschaften guter Fotos
Beim Analysieren von Fotos, die ich instinktmäßig als „gut“ empfand, fand ich, daß diese Bilder ausnahmslos, obwohl in verschiedenem Maße, vier besondere Eigenschaften hatten:
- Aufmerksamkeit zu erregen,
- Absicht und Sinn zu offenbaren,
- gefühlsmäßig zu wirken,
- grafische Gestaltung zu besitzen.
Andererseits fehlten den Fotos, die mich kalt ließen, eine oder mehrere dieser Eigenschaften, und je größer diese Mängel in dieser Hinsicht waren, um so weniger gefiel mir das Bild.
Aus: Andreas Feininger, Andreas Feininger’s Große Fotolehre, 1978
Seltener Besuch
Ein Nachteil, wenn man selten krank ist: Man kann sich mit seiner Krankheit nicht anfreunden. Es fehlt die Übung. Und es ist wie mit entfernten Bekannten. Man glaubt sie zu kennen und wenn sie dann mal zu Besuch kommen sind sie doch ganz anders als man in Erinnerung hatte. Man ist sich mittlerweile fremd geworden. Und wie beim Besuch, man wünscht sich er möge gehen – er tut’s aber einfach nicht.
Ein weiterer Nachteil, wenn man selten krank ist: die Arzneimittel, die man einst im Erste-Hilfe-Schrank hinterlegt hat, sind mittlerweile mehrere Jahre verfallen. Man ist genötigt diese nun zu verzehren. Denn natürlich: wird man einmal krank dann nur an Wochenenden oder Feiertagen.
Johann Sebastian Bach, Goldberg-Variationen – Aria
Freue mich immer, wenn ich zwischen all dem hirnlosen Mist im Mitmachweb auch mal etwas Feines finde. Hier spielt Daniel Barenboim die Aria zu den 30 Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach.

