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Liebesgedicht

mit 11 Kommentaren

Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

Rainer Maria Rilke, 1899

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

25. Oktober 2009 um 10:12

Veröffentlicht in Literatur

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11 Antworten

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  1. Mh- schönes Gedicht. Passt zu dir finde ich- etwas melancholisch, ziemlich extrem im Ausdruck, aber ohne wenn und aber aus vollem Herzen. Stellen sich nur 2 Frage: entweder es ist dem Glauben und Gott zugedacht ( stammt ja auch aus dem Stundenbuch ) oder aber …du bist verliebt ?

    greeba

    26. Oktober 2009 um 11:40

  2. Da ich die Existenz Gottes als alter Schmalspur-Agnostiker für möglich aber nicht erwiesen ansehe, würde ich keine Hymne an etwas richten, von dessen Vorhandensein ich nicht überzeugt bin. Das erste scheidet also aus (Was Rilke meinte ist mir ganz gleichgültig).
    Existiert denn die Liebe? – das möchte ich bejahen. Bin ich verliebt? – das auch.

    Ferdinand Bardamu

    26. Oktober 2009 um 20:35

  3. Hat ihr bestimmt imponiert ?

    greeba

    27. Oktober 2009 um 17:27

  4. Wundervolles Gedicht. Ich wünsche Allerbestes in der Verliebtheit.

    Claudia

    28. Oktober 2009 um 13:31

  5. Ich wünsche dir vorallem das deine Gefühle erwidert werden.

    Und nicht so heftige vegetative Nebenwirkungen die durch Verliebtsein auftreten. Ich las, der Körper steht dann extrem unter Stress. Weiche Knie und so..

    Und denk dran was die Liebe zu sagen hat:

    Was es ist

    Es ist Unsinn
    sagt die Vernunft
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist Unglück
    sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz
    sagt die Angst
    Es ist aussichtslos
    sagt die Einsicht
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe

    Es ist lächerlich
    sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig
    sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich
    sagt die Erfahrung
    Es ist was es ist
    sagt die Liebe
    (Fried)

    Talia

    28. Oktober 2009 um 19:49

  6. Danke dir. Es ist keine stürmische Teenagerliebe, es ist eine abgeklärte, stille und wachsende.

    Ich mag Erich Fried. :o)

    Ferdinand Bardamu

    29. Oktober 2009 um 16:46

  7. Mein Herz, ich will dich fragen,
    Was ist denn Liebe, sag ?
    „zwei Seelen und ein Gedanke,
    Zwei Herzen und ein Schlag!“

    Und sprich, woher kommt Liebe?
    „sie kommt und sie ist da!“
    Und sprich, wie schwindet Liebe?
    „Die war`s nicht, der`s geschah!“

    Und was ist reine Liebe?
    „Die ihrer selbst vergißt!“
    Und wann ist Lieb am tiefsten?
    „Wenn sie am stillsten ist!“

    Und wann ist Lieb am reichsten?
    „Das ist sie, wenn sie gibt!“
    Und sprich, wie redet Liebe?
    „Sie redet nicht, sie liebt!“

    (Halm)

    Tip : genieß die Nebenwirkungen….die Angenehmen natürlich ;-)

    (@ talia : das ist doch eines der wundervollen Dinge am Verliebtsein oder ? )

    greeba

    29. Oktober 2009 um 16:55

  8. Und wann ist Lieb am tiefsten?
    „Wenn sie am stillsten ist!“

    :o)

    Ferdinand Bardamu

    29. Oktober 2009 um 17:53

  9. stimmt….

    greeba

    8. November 2009 um 10:44


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