Author Archive
Danksagung
Wie war das? Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren? Nein, nein! Es ist ganz anders. Der Staat wird ja nun Anteilseigner und verdient künftig mit (vielleicht, mal sehen, wenn alles gut geht…) und, man erinnert sich - oldie but goody -, hätte er nicht interveniert, wäre alles noch viel schlimmer gekommen (wer beweist mir das mal fix?). Egal. Es wirkt. Ich habe wahnsinniges Vertrauen gefasst. In einfach alles.
Michael Kenna
Blick zurück
Heute mal auf meiner alten Station gearbeit. Du liebe Güte, was ist es fein da, wo ich jetzt bin. Also nicht absolut, nur relativ. Aber immerhin.
Lebensfreude
Heute Herbstfest bei den alten Leuten. Alle die ich nach dem Fest fragte, sagten sinngemäß: Mir egal, keine Lust, Käse, Was ist los?… Sehr verständliche Antworten. Verordneter Frohsinn - das kann nichts werden. Ich fraternisiere noch sehr stark mit den Bewohnern (aber nur hintenrum).
Befehlsgemäß wurden dennoch alle nörgelnden Alten in den großen Speisesaal verbracht zur kollektiven Bespaßung. Jetzt wird sich amüsiert gefälligst! Und ich, ich bin in mein Auto gestiegen und so schnell wie ich konnte davon gefahren.
Friedrichsburg
Festung Königstein
Gestern auf der Festung Königstein gewesen. Ein schneller Entschluss am Nachmittag. Ich dachte, mitten in der Woche sei da weniger los. Kann auch durchaus der Fall gewesen sein, mir waren es dennoch zu viele lärmende Rentner. Oben verliefen sie sich dann aber doch etwas.
Die Festung Königstein verursacht mir immer ein merkwürdiges Gefühl. Von Ferne großartig anzusehn, doch wenn ich oben bin schmeckt sie immer so banal. Mag an der Kasernenhofarchitektur liegen, so richtig heimelig ist eine Festung eben nicht.
Das Wetter war unspektakulär schön, die Fernsicht nicht besonders, da ziemlich diesig. Habe Fotos gemacht bin aber nicht recht zufrieden. Wollte erst keines hier präsentieren, habe mich aber doch für eines entschieden.
Ratio über Emo
Mir vollkommen verständlich. Martin Luther betreffend wurde Georg Spalatin folgendes in den Kopf gelegt:
“[...], er hat den gewissen Abscheu des Rationalisten vor allzu heftigen Affekten.”
Aus Hans Pfeiffer, Thomas Müntzer, 1975
Dreiundachtzig
Meißen
Sah heute in Meißen auf der Mole des Winterhafens mehrere Schmetterlinge, Kohlweißlinge, Kleine Füchse und einen Admiral. Die sonnten sich gleich mir auf den Steinen. In der Luft überhaupt viele kleine Insekten, die mir mit Vorliebe mitten ins Gesicht flogen. Auf mein Haupthaar legten sich derweil schwebende Spinnenfäden.
Aber ich will gar nicht klagen. Das einzige was wirklich stört, ist der dauernde Verkehrslärm. Wie müssen die Städte sich früher angehört haben? Hufe- und Wagengeklapper, das Rumoren der Handwerker in ihren Werkstätten, das Rufen der Händler auf den Marktplätzen, das Schnaufen einer Dampfmaschine, ab und zu klopft eine Hausfrau einen Teppich aus oder ihren Mann, wenn er besoffen heimkommt (Ein älterer, aber leicht besoffener Herr - ha!). Was weiß denn ich, es verklärt sich ja alles, wenn es eine Weile her ist. Denke aber doch, der Lärm war menschlicher.
Wie wird die Stadt sich in ein paar Jahrzehnten anhören, faucht und rauscht sie immer noch? Will ich gar nicht wissen. Ich hoffe viel leiser als heute.
Plus x
Von großem Lustgewinn ist es, wenn man abends im Bette liegend dem Wecker, noch auf 4:00 Uhr stehend, ein paar Stunden draufpacken kann, weil man den nächsten Tag frei hat.



