Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’
Landschaftsfotografie
Zur Inspiration, die mir gerade fehlt, sind Fotografien von Altmeister Ansel Adams immer gut. Hier mal in Form eines virtuellen Fotobuches zum durchblättern. (via kwerfeldein)
Fredrik Marsh, Übergänge – Das Dresden Projekt
Eine Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden, die ich mir unbedingt ansehen werde. Fotografien aus der Nachwendezeit, die den Übergang vom Alten zum Neuen in Dresden zeigen:
Fredrik Marshs Vorgehensweise ähnelt der eines Archäologen:
Verlassene Wohn- und Industriegebäude in den Randzonen der Stadt übten auf ihn eine magische Anziehung aus. [...]
Das kann ich nun wirklich nachvollziehen. Die Website von Marsh zeigt einige Bilder aus dem Dresden Zyklus.
(Dank an fokussiert.com für den Hinweis.)
Meine Bilder: Ein Erklärungsversuch
Manchmal kommen Fragen auf: „Wo soll das sein?“ oder „Man erkennt den Ort ja gar nicht!“ Das ist richtig. Darum geht es mir auch nicht. Eine Stimmung ist es, die ich ausdrücken will. Leere, Einsamkeit und Verlassenheit interessieren mich. Dazu habe ich eine große Affinität, ganz gleich, ob ich sie gerade selbst empfinde. Nach Möglichkeiten sie auszudrücken suche ich. Im Idealfall ein „visuell haiku“, wie es
Michael Kenna nennt, zu schaffen, was selten genug gelingt. Die Bilder sind in meinem Kopf, die Orte liefern mir das Material, sie sichtbar zu machen.
Und trotzdem
Befürchte eines Tages in einer Ruine durch die morsche Decke zu brechen – dann liege ich eine Etage tiefer mit kaputten Knochen und niemand wird mich finden. Diese Überlegung hält mich jedoch keineswegs davon ab, von meinem Treiben zu lassen.
Abschluss
„Die Liebe höret nimmer auf.“ – ein beliebter Grabspruch am Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Johannisfriedhof und im Urnenhain Dresden-Tolkewitz…
Habe mich nun sattgesehen fürs Erste. Und wieder festgestellt, dass Details mich mehr interessieren als der große Überblick – zumindest in der Fotografie. Alle Überblicksfotos, die ich machte, fand ich misslungen – überfrachtet und unruhig.
Feininger empfiehlt sich neben einem Normalobjektiv als zweites ein Teleobjektiv statt eines weitwinkligen zu kaufen. Ich stimme zu. Das schult den Blick für Details und man ist gezwungen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Reduktion statt Überfülle.
Sich regen
Heute meine gewohnte Prokrastination unterbrochen und ungewohnt fleißig gewesen. Fühle mich nun unangenehm erschöpft. Das kann auch keine Lösung sein.
Vier Eigenschaften guter Fotos
Beim Analysieren von Fotos, die ich instinktmäßig als „gut“ empfand, fand ich, daß diese Bilder ausnahmslos, obwohl in verschiedenem Maße, vier besondere Eigenschaften hatten:
- Aufmerksamkeit zu erregen,
- Absicht und Sinn zu offenbaren,
- gefühlsmäßig zu wirken,
- grafische Gestaltung zu besitzen.
Andererseits fehlten den Fotos, die mich kalt ließen, eine oder mehrere dieser Eigenschaften, und je größer diese Mängel in dieser Hinsicht waren, um so weniger gefiel mir das Bild.
Aus: Andreas Feininger, Andreas Feininger’s Große Fotolehre, 1978
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Schon wieder zu viel Sonne und zu warm. Aber endlich wieder ordentliches Licht. Das Stativ ist trotzdem immer mit dabei, mache kaum noch Aufnahmen ohne.
Gestern im Hospiz gewesen, Termine klar zu machen. Dort mit einer Frau gesprochen. Seit langem das kurze Gefühl gehabt verstanden worden zu sein. Sehr merkwürdig, mit so etwas rechne ich nun schon gar nicht mehr.
Rapport
Grobreinigung des Bades erfolgt. Die größten Wollmäuse nunmehr tot, die kleineren in die äußersten Ecken vertrieben. Es bleibt dabei: das Alltägliche überfordert mich maßlos.
Am Nachmittag ein Ausflug. Auch unternommen jedoch mit anderem Ziel als geplant. Der einsetzende Regen war schuld. Verliere mich zur Zeit in Detailaufnahmen. Versuch der Reduktion auf Flächen, Farben und geometrische Muster. So einfach wie möglich. So kann man Einfallslosigkeit auch kaschieren.
Vorgestern die Stoma-Schwester nochmals gesehen. Bin mit dem Prädikat sparsam. Möchte sie aber als Klassefrau bezeichnen, schön und elegant, intelligent, charmant, mit Witz und Esprit. Zwingend muss eine Klassefrau ein bestimmtes Alter haben, so um die 30 scheint mir ideal. Hier alles gegeben. Selbstredend vollkommen unerreichbar.
Bilanz und Ausblick
Die Zeit ist wie immer viel zu kurz, die freien Tage schon vorbei. Habe dringend notwendige Reinigungsarbeiten nur oberflächlich ausgeführt. Ich sehe die Notwendigkeit ein, kann mich derartigen Tätigkeiten jedoch nicht längere Zeit widmen, die Ablenkungen lauern an jeder Ecke. Und ich gehe sofort auf sie ein. So zieht sich alles noch viel länger hin. Was für eine Lebenszeitverschwendung.
Zur Zeit mache ich wieder ein paar Farbaufnahmen. Das heißt ich mache ja immer Farbaufnahmen, nur wandle ich sie nun eben nicht in Schwarzweißbilder um. Allerdings habe ich heute viel Ausschuß nach Hause gebracht. Die Tour werde ich noch einmal wiederholen.
Morgen ist große Faschingsfeier im Pflegeheim. Ich habe bisher keinen Menschen getroffen, der sich darauf freut. Ganz im Gegenteil: Die Beglückten, so weit sie noch etwas äußern können, und die Beglücker sind sich einig – alles ein großer Scheiß. Hier ist nun mal keine Faschingsregion.

