Archive for the 'Gebrauchslyrik' Category
Glücksstrauß
Wenn das Glück lässt auf sich warten
muss ich jetzt nur in den Garten
gehen und mich niederbücken,
kann mir kleine Sträuße pflücken
von dem Klee der viere Blatt
von Natur bekommen hat.
Was anderes
Inmitten eines Vogelschwarms
sitz ich und will was lesen.
es flattert, zwitschert und rumort
von kleinen Federwesen.
Lektüre kann so nicht gelingen,
wenn Vögel mich umtoben.
Drum mach ich daraus ein Gedicht
und hoff, ihr werd mich loben.
Bankerlied
Tief betrübt, weil Börsen baissen
sind die Leut, die Banker heeßen.
Können nun die Hypotheken
still und leis zum Abfall legen.
Vor paar Wochen hoch begehrt,
ham’se nunmehr keinen Wert.
Ängstlich denkt der Banker nun:
Was soll ich denn morgen tun?
Womit soll ich jetzt bloß pronto
schaffen mir ein volles Konto?
Brückenlied
In Dresden steht ‘ne Brücke grässlich,
die ist so groß und mächtig hässlich.
So hässlich ist das Brückending,
dass selbst ein Titel stiften ging.
(Für den Schulgebrauch ab 2010)



