Archiv für die Kategorie ‘Katze’
Beziehungskiste
Die Katze lehnt längere Freigänge meinerseits ab. Klärendes Gespräch diesbezüglich geführt, langfristiger Erfolg jedoch sehr zweifelhaft. Werde mich dennoch nicht durch das Fehlverhalten von Mme. Lilli von weiteren Freigängen abhalten lassen. Dafür sind sie zu schön.
Zusammenhanglos
Bekomme viel Kuchen und Schokolade von alten Ladies geschenkt. Das hat auch nach Ostern nicht nachgelassen. Verfüge daher bald über einen konvexen Waschbrettbauch. Den kann ich aber leicht einziehen.
Die Katze versucht seit Tagen zu kotzen. Das vermute ich jedenfalls, obwohl es eher wie trockener Husten klingt. Es klappt aber nicht. Ich pflücke ihr morgens und abends ein Sträußchen frischen Grases von der Wiese, das sie mir aus der Hand frisst. Malz gibt es noch extra. Der Haarballen bleibt aber drinnen.
Heute grundlos die Titelmelodie der Sendung „Zur Person“ von Günter Gaus im Ohr. Aus welchem Stück stammt sie? Konnte gar nichts finden, trotz halbherziger Suche. Mal hören? Hier der erste Teil eines Interviews mit Golo Mann. Das waren noch Interviews!
Besuch
Im Vogelhäuschen sitzt eine Türkentaube und frisst mit den Spatzen um die Wette. Mme. Lilli beobachtet die Szenerie durch die Scheibe und kann es nicht fassen, dass die Vogelbande ihren Protest – lautes Maunzen, an die Scheibe trommeln – einfach ignoriert.
Gestern kam eine fremde Katze und sah frech zur Terrassentür herein. Ich dacht Mme. Lilli explodiert. Meine Katze hat es nicht so mit Sozialkontakten. Sie passt perfekt zu mir.
Katzentier
Lange keine Fotos von Madame Lilli gemacht. Heute mal wieder versucht. Auf dem Bauch gekrochen und der Mieze befohlen still zu halten. Sie gehorcht mit nicht. Der Autofokus macht auch was er will. Ich habs nicht leicht.
Rekorde aus dem Tierreich
Mme. Lilli kann nicht nur ebenerdig gut kotzen, auch von des Kratzbaums oberster Stufe, direkt unter der Decke, klappt das wunderbar. Die erzielte Reichweite des ausgeworfenen Materials ist beachtlich. Ein gewisser Sprüheffekt ist ebenfalls zu verzeichnen. Wenn man vor der Aktion den Fressnapf leer frisst, ist das Ergebnis besonders eindrucksvoll. Gut gemacht!
Unbeabsichtigte Hamsterung
Durch einen Fehler der Einkaufsabteilung verfüge ich nunmehr über einen guten Zentner Katzenstreu. Das macht aber gar nichts. Man kann nie genug Katzenstreu im Haus haben (falls Besuch kommt).
Mme. Lilli

Madame Lilli
Die Katze kotzt grüne Muster in den Teppich. Ich glaube Gesichter zu erkennen. An der Deutung aber bin ich gescheitert. Auch frisst die Katze neuerdings nur, wenn ich sie zum Futternapf trage und beim Fressen dabei bleibe und kräftig lobe. Zumindest beim Nassfutter ist das so. Das Trockenfutter wird auch solo restlos weggeknuspert, keine Assistenz notwendig.
Die LED-Pusteblume wurde nur kurz und beiläufig gewürdigt – uninteressant. Hatte mir da mehr versprochen und mich schon auf lustige Reaktionen gefreut. Nichts da. Versteh einer die Katzen. Bei optischen und akustischen Eindrücken des Alltages erfolgen unangemessene Überreaktionen und bei außergewöhnlichen Eindrücken wird mit vollkommener Gelassenheit reagiert. Sehr unverständlich. Jetzt habe ich die LED-Pusteblume auf dem Schrank stehen und kann bei Bedarf das Flair eines Billig-Puffs erzeugen. Auch gut.
Für die Katze verboten
Besonderes Beuteschema
Mit großem Erfolg und Vergnügen jagt Madame Lilli Insekten. Aber nur solche, die fliegen können. Ich habe Versuche ihr das abzugewöhnen schnell aufgegeben. Hat ja auch für mich Vorteile dieses Verhalten. Die Fliegenklatsche verstaubt am Haken und ist weitgehend arbeitslos geworden.
Gerne hätte ich es, würde sich die schwarze Prinzessin auch um Insekten kümmern, die nicht fliegen können, z.B. Spinnen, Tausendfüßer oder Kellerasseln. Das lehnt sie aber ab und beschränkt sich auf das bloße Beobachten solcher Tiere. Sie fasst sie auf keinen Fall an. Fangen und raustragen muss ich sie.
Grillen nehmen eine Sonderstellung ein, sie könne zwar fliegen bzw. springen, sind Madame Lilli aber trotzdem nicht geheuer. Sie lässt sie nicht aus den Augen, folgt ihnen mit Abstand durch die ganze Wohnung und traut sich höchstens mal, wenn sie zu lange still sitzen, ein wenig mit der Pfote zu stupsen. Dann sofort wieder weg vom Feind und weiter gucken, was das Untier macht. So lange, bis ich das Tier erbeute und wieder ins Freie setze.

