Eine Art Tagebuch…

Beobachtungen ¦ Fotos ¦ Notizen

Archiv für die Kategorie ‘Natur

Kleintier

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Sah gestern eine kleine Maus. Mitten auf der Straße – mal nach links, mal nach rechts ausholend – lief sie den Berg hinauf. Dachte erst an ein Blatt, vom Wind bewegt. Es war eine ganz kleine graue Maus. Sie hielt ab und zu an, setzte sich auf die Hinterbeine; dann lief sie weiter. Jedes vorbeikommende Auto hätte das Ende sein können. Sie hatte immer Glück. Ich sah ihr hinterher, bis ein Baum mir die Sicht verdeckte. Sie lief immer weiter den Berg hinauf.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

26. September 2009 um 10:26

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Momentaufnahme

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Am Waldrand. Blick nach Süden. Die Sonne schon weit im Westen. Im Dunst die offene Landschaft – Berge, Täler und Hochflächen. Die Sonne wärmt, Grillen zirpen, eine Fliege summt. Am Boden Waldameisen. Kein Wind, nur manchmal ein Hauch. Der Wald regt sich kaum. Dann wieder Stille – hörbar nur die Grillen und selten ein Vogel.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

16. September 2009 um 19:52

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Odonata

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Zwei Libellen jagen sich in meinem Garten. Sie führen Luftkämpfe aus. Bei Zusammenstößen knistert’s. Am Ende ein Liebesspiel?

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

20. August 2009 um 19:26

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Augenblicke

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Aufgeschnappt in einem kürzlich aufgefundenen Büchlein mit Anekdoten und Beobachtungen:

„Nimm, was du siehst, nichts siehst du zweimal!“

(Erwin Strittmatter, Schulzenhofer Kramkalender, Mardersuche)

Dem möchte ich mich anschließen. Futter sammeln für spätere geistige Wanderungen. Gestern zum Beispiel sah ich zwei Störche auf den Wiesen spazierengehen – mit großem Ernst und sehr würdevoll, so schien es mir jedenfalls.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

18. August 2009 um 11:32

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Mitte August

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Wie ich höre sind die Mauersegler schon wieder fort. Scheinen es jedes Jahr eiliger zu haben.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

17. August 2009 um 19:48

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Wildlife

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Zecken sind auch so eine NSW-Erfindung. Früher gab es die gar nicht. Und ich war als Kind viel im Unterholz unterwegs. Nie habe ich eine mit nach Hause gebracht. Vor ein paar Tagen aber erst musste ich mir wieder eine vom Körper pflücken – diesmal vom rechten Busen – mit Hilfe der Zeckenzange, die ich ursprünglich für Mme. Lilli anschaffte. Madame Lilli aber lehnt Freigänge im Gegensatz zu mir grundsätzlich ab. Ein kluges Tier.

Bevor ich die Busenzecke mit der Zange zu fassen bekam, entfernte ich mir vorher irrtümlich mehrere Brusthaare. Das tat vielleicht weh, ich hätte fast geweint. Die Zecke winkte mir derweil frech mit den Hinterbeinen. Das hat sie am Ende bitter bereut, kann ich versichern.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

10. August 2009 um 10:08

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Bruchstückhaftes

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Heute mehrfach einsam gefühlt. Das Los aller großen Männer! Kleiner Scherz. Man muss sich dem Empfinden manchmal hingeben, nur nicht zu sehr. Sonst wird’s peinlich. Und Weinerlichkeit geht mir nicht nur bei anderen auf die Nerven.

Ich würde gerne etwas schreiben, nur geht das gerade nicht. Der Kopf ist leer. Und Befindlichkeitsbloggen ist grundsätzlich abzulehnen. Schlechter Stil.

Heute Nachmittag im Wald gewesen. Herumgestromert. Schön war es dort und vom Regen alles feucht. Die Hosen bis zum Knie und die Schuhe wurden nass. Ein mir unbekanntes Insekt stach mich bei Fotoaufnahmen in den rechten Zeigefinger. Ich habe es umgebracht.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

23. Juni 2009 um 20:47

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Rotpelz

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Eine Füchsin mit drei Jungen wohnt bei einer Patientin auf dem Hof. Sie sonnt sich gerne auf der Bank vor dem Haus, hat aber Angst vor den zumeist zahlreich anwesenden Hofkatzen – vollkommen grundlos. Den Katzen scheint die Fuchsfamilie kein angemessener Umgang, sie ignorieren sie.  Die Füchsin frisst gerne alten Käse, hat nach Selbstauskunft keine Tollwut und auch keine Gans gestohlen.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

10. Juni 2009 um 20:07

Veröffentlicht in Beruf, Natur

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Phasianus Colchicus

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Sah heute beim morgendlichen Blick aus dem Fenster in Nachbars Garten einen großen bunten Fasan spazieren gehen. Er schritt auf der Wiese umher und pickte ab und zu ein Korn auf. Der lange Winter schien ihm nicht weiter geschadet zu haben.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

2. März 2009 um 09:42

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Alles Natur

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Las heute, der Osterzgebirgselch sei weg. Seine Spur verliere sich bei Lauenstein. Denke jedoch nicht, dass er von den Wölfen gefressen wurde. Wölfe fressen gar keine Elche, sondern kleine Kinder, wie die sparsam Gebildeten und die Trophäenjäger (manchmal Personalunion) zu berichten wissen.

Habe im Kopf eine leichte Migäne und im Bart drei weiße Haare. Vermute keinen Zusammenhang. Möchte gerne die Migräne abgeben, nur kommt sie niemand abholen.

Hörte heute im Radio die Aussage, das Leben der kleinen Leute enthält am Ende mehr Niederlagen als Siege. Das führte mich zu der Frage, was ist eine Niederlage und was ist ein Sieg. Und wie ist das bei mir? Dann verlor ich den Faden.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

31. Januar 2009 um 20:17

Veröffentlicht in Innenleben, Natur