Archive for the 'Zitate' Category

Über Wahlen und Meinungsumfragen:
Um zu echten Überzeugungen zu kommen, bedarf es zweier Voraussetzungen: adäquate Information und das Bewußtsein, daß die eigene Entscheidung wirkmächtig ist. Die Meinungen des machtlosen Zuschauers drücken nicht dessen Überzeugungen aus, sondern sind so unverbindlich und trivial, wie die Bevorzugung einer Zigarettenmarke. Aus diesen Gründen repräsentieren die in Umfragen und Wahlen geäußerten [...]

Erich Fromm:
Die Anleitung zum Sterben ist in der Tat dieselbe wie die Anleitung zum Leben. Je mehr man sich des Verlangens nach Besitz in allen seinen Formen und besonders seiner Ichgebundenheit entledigt, um so geringer ist die Angst vor dem Sterben, da man nichts zu verlieren hat.
Aus: Erich Fromm, Haben oder Sein

Hängengeblieben

02Mär08

Irgendwo aufgeschnappt:
Das was ist, ist nicht so wichtig wie das,
was sein könnte.
Die Quelle ist mir leider entfallen.

Erich Fromm:
Niemand empfindet es mehr als schockierend, wenn Staats- und Wirtschaftsführer Entscheidungen treffen, die ihnen zum persönlichen Vorteil zu gereichen scheinen, dabei aber schädlich für die Gemeinschaft sind. Wenn die Selbstsucht eine der Säulen der heute praktizierten Ethik ist, muß man sich in der Tat fragen, warum sie sich anders verhalten sollten. Sie scheinen nicht [...]

Verschönerung

08Feb08

Dieses heute im Radio gehört:
Man muss sich einreden, dass es schön war,
was man erlebt hat.
Darauf läuft es wohl hinaus.

Ein Stöckchen aus Verlegenheit. Da ich ja ohnehin gern Zitate bringe, hier mal eins nach Anweisung:

Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat)
Öffne das Buch auf Seite 123
Finde den fünften Satz
Poste die nächsten drei Sätze
Wirf dein Stöckchen an fünf weitere Blogger

Nun denn:
Daß er sie zerstörte - das war sein zweiter großer [...]

Kurz notiert:
All jene dagegen, die sich über den Menschen hinaus an etwas gewandt hatten, was sie sich nicht einmal vorstellen konnten, hatten keine Antwort erhalten. [...]

Und als Rieux in Grands und Cottards Straße einbog, dachte er, es sei gerecht, daß die Freude wenigstens hin und wieder die belohne, die sich mit dem Menschen und seiner [...]

Kurz notiert

18Jan08

Ausgeliefert:
Er hatte seine Empfindsamkeit nicht mehr unter Kontrolle. Meistens verknotet, verhärtet und ausgetrocknet, brach sie hin und wieder auf und lieferte ihn Gefühlen aus, die er nicht mehr beherrschte. Seine einzige Abwehr war die Flucht in diese Verhärtung und ein Anziehen des Knotens, der sich in ihm gebildet hatte.
Albert Camus, Die Pest, 1947

Die WHO sagt:
Psychische Gesundheit ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen.
Und was ist, wenn nun die Gemeinschaft krank macht, weil sie selbst krank ist?

Stadtrundfahrt

08Jan08

Trias der Annäherung:
Eine praktische Art, eine Stadt kennenzulernen, besteht darin, sich anzusehen, wie in ihr gearbeitet, wie in ihr geliebt und wie in ihr gestorben wird.
Albert Camus, Die Pest, 1947