Eine Art Tagebuch…

Beobachtungen ¦ Fotos ¦ Notizen

Splitter

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Heute eine Wespe, die im Waschbecken saß, mittels heißen Wassers getötet. Schon während der Tat erste Reuegefühle. Die Tat trotzdem begangen. Später kurz aber stark angeekelt von der eigenen Herzenskälte.

Einen Taschenrechner als Werbegeschenk bekommen. Der zeigte kurz beim Einschalten eine Zahl, wahrscheinlich 42, dann nie wieder eine. Hat ein schönes Gehäuse.

Von einer Frau, die unlängst ein Schlaganfall niederstreckte, viele Bücher erhalten. Etliche kirchliche Werke darunter, mit denen ich wenig anfangen kann. Dabei ein Büchlein mit Auszügen aus Werken von Johannes Tauler, der mir bei Müntzern unlängst begegnete, und verschiedene frühe Lutherschriften.

Nachtrag 07.10.2008:
Erfahre gerade, besagte Frau ist gestern Morgen (6. Oktober) gestorben.

Written by Ferdinand Bardamu

6. Oktober 2008 um 20:21

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Deutschland

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Heute nun also Nationalfeiertag. Welche Relevanz besitzt das für mich? Im täglichen Leben natürlich gar keine. Und wenn ich meine Nase mal aus der täglichen Wühlerei aufhebe? Grundsätzlich: Deutschland gehört für mich zusammen. Ein starker Nationalstaat - das Ziel zieht sich durch die Jahrhunderte und ist in meinen Augen auch ein legitimes Ziel. Lange genug hat die Verwirklichung gedauert.

Ein geeinter Staat also, ja. Wie man diesen Staat ausgestaltet, das ist für mich die wirklich interessante und bisher ungklärte Frage. Alt-BRD plus DDR-Rucksack ist nichts Zukunftsfähiges. Die alte BRD ist genauso tot, wie die alte DDR. Nur hat sich das im Westen noch nicht so herumgesprochen. Die jetzigen Reformen, der Versuch einer Leiche hübsche Kleider anzuziehen - auf Rechnung aller sozial Schwachen.

Ich sehe also das geeinte Deutschland als Gehäuse, das es mit einer neuen, gerechten Ordnung zu füllen gilt.

Written by Ferdinand Bardamu

3. Oktober 2008 um 20:18

Am Strand

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Written by Ferdinand Bardamu

2. Oktober 2008 um 19:58

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Paar Fragen

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Heute war ein kleines Mädchen auf Station. Erst ängstlich und ganz still, wurde dann zusehends muntrer. Wie muss das wirken auf so ein Kind, die ganzen alten Menschen, die nicht mehr richtig laufen, reden und essen können? Und da hat es nur die gut Gestellten gesehen.

Frau K., die Komapatientin. Es befremdet mich, dass sie nur als interessanter Fall gesehen wird. Befinden wir uns schon auf Ärzteniveau?

Written by Ferdinand Bardamu

2. Oktober 2008 um 19:54

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An der Elbe

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Written by Ferdinand Bardamu

1. Oktober 2008 um 20:19

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Elbestrand

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Am linksseitigen Elbestrand oberhalb des Blauen Wunders wachsen jede Menge Tomaten, blühen im Schotter und haben grüne Früchte. Eine Folge des Hochwassers 2002? Konnte das Phänomen schon in Meißen beobachten, seinerzeit in meinem früheren Leben.

Habe mir heute nasse Füße geholt durch Einkesselung auf einer Sandbank infolge Strömungsveränderung. Das macht aber gar nichts. Man muss nur Haltung bewahren und den Anschein, dass man das genau so geplant hat. Dann lacht auch niemand.

Written by Ferdinand Bardamu

1. Oktober 2008 um 20:01

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Stop loss

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Da ja nun eine Finanzkrise da ist, wie die Medien nicht müde werden zu berichten, habe ich heute meine Fondsanteile verkauft. Alle 32 Stück.

Bin mir übrigens sicher, sollte ich einmal der Pleite nahe sein, wird der Staat einspringen, denn würde er das nicht tun, wäre alles noch schlimmer. Man muss Vertrauen haben.

Written by Ferdinand Bardamu

1. Oktober 2008 um 13:56

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Gefunden

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Schon länger existent, von mir aber erst gestern wahrgenommen: Seen.by. Eine Plattform, die Foto-, Grafik-, Fashion- und Designarbeiten auf ihren Seiten präsentiert. Für mich sind vor allem die Fotoarbeiten interessant, habe da schon einige interessante Bilder gefunden. Bemerkenswert, dass der vielgescholtene SPIEGEL da seine Finger drin hat. Dafür mal ein kleines Lob.

Written by Ferdinand Bardamu

30. September 2008 um 10:08

Schloss Kuckuckstein

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Written by Ferdinand Bardamu

29. September 2008 um 19:39

Liebstadt

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Heute nach Liebstadt gefahren. Das Auto unten auf dem Marktplatz gelassen und herumgestrolcht. Hochgeklettert zur Kirche mit Friedhof. Von da das Schloss Kuckuckstein fotografiert, welches fern an eine Raubritterburg erinnert. Früher gehörte dieses Schloss bzw. die Vorgängerburg ebenfalls den Burggrafen von Dohna, bis sie in der schon genannten Fehde mit den Markgrafen von Meißen unterlagen.

Auf einer Streuobstwiese oberhalb von Liebstadt stahl ich mehrere Äpfel. Rot die der Sonne zugewandte Seite, grün die andere, Würmer anbei. Sehr schmackhaft. Sah dort ebenfalls noch etliche Lesesteinwälle mit entsprechendem Bewuchs: Feldahorn, Bergahorn, Esche und Eberesche. Wie sich das gehört. Die bucklige Landschaft hat sich erfolgreich der industriellen Landwirtschaft verwehrt, zumindest, was die Flurbereinigung angeht.

Als ich auf einer Bank saß und was ins Büchlein schrieb, lief mir ein freundlicher Labrador zu. Er brachte mir ein Stück Holz mit und legte sich zu meinen Füßen. Erst nach einer ganzen Weile kam das Herrchen, ein älteres, den Weg herauf und freute sich über meinen schönen Hund. Unaufgefordert erzählte er mir große Teile seiner Lebensgeschichte beim Hund beginnend über die Kinder, die Enkel wieder zum Hund zurück. Ich habe fast nichts gesagt, nur zugehört. Er hat sich trotzdem gefreut.

Written by Ferdinand Bardamu

29. September 2008 um 19:36