Eisberg: oben und unten

Stieß als ich über die Dietrich las auch auf Hemingway. Fand bei ihm die mir sehr zusagende Eisbergtheorie:

„Wenn ein Prosaschriftsteller genug davon versteht, worüber er schreibt, so soll er aussparen, was ihm klar ist. Wenn der Schriftsteller nur aufrichtig genug schreibt, wird der Leser das Ausgelassene genauso stark empfinden, als hätte der Autor es zu Papier gebracht. Ein Eisberg bewegt sich darum so anmutig, da sich nur ein Achtel von ihm über Wasser befindet.“

Wenn man so vermessen sein wollte, ein Blog als literarische Kategorie zu begreifen, passten diese Aussagen sehr gut. Problematisch nur: was mir gestern klar schien, ist es heute nicht mehr. Aber ist das wichtig? Aufrichtigkeit und Klarheit für einen Moment ist schon viel. Mehr ist nicht drin.