Ende und Anfang?

Gestern Zeugnisausgabe. Die blonde Lustkugel wartete draußen vor dem Schulungsgebäude auf mich, weil sie nicht allein reingehen wollte. Dann alles ganz schnell: Zeugnis, Händedruck, Blümchen. Ein paar Worte hin und her, dann auseinander. Das war’s nun. Ich kam gar nicht mehr dazu der schönen Lehrerin zu sagen, dass ich sie liebe – ein bisschen.

Heute, an meinem ersten Arbeitstag, fand ich mich in einem Keller in Meißen, im Keller eines Pflegeheimes. Dort finden Schulungen statt. Es war furchtbar langweilig und wirklichkeitsfremd, wie nicht anders erwartet. Die Realitätsferne in der Branche erinnert an alte Politbürotage. Vollkommen absurd. Man will immer aufstehen und rufen: „Der Kaiser ist nackt! Seht ihr das denn nicht?“ Nein, sie sehen es nicht.

3 Gedanken zu “Ende und Anfang?

  1. Ohne dabeigewesen zu sein, nehme ich folgende Inhalte an:

    – Für Pflege sind lauter Dinge notwendig, die massenhaft kosten.
    – Pflege ist überhaupt irre wichtig. Wegen Moral und so.
    – Hier noch ein paar Anweisungen, wie man pflegt, wenn reichlich gut geschultes Personal und reichlich Geld für Pflegemittel da ist.

    Stimmt das so ungefähr?

  2. Es werden nur Forderungen gestellt. Dass eine Umsetzung bei der Personallage zu 99 Prozent gar nicht möglich ist, wird ausgeblendet.

    Das Pflegeheim von heute ist in erster Linie ein Aktenpflegeheim.

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