Krug

Ist alles ein bisschen viel in letzter Zeit, auf Arbeit und auch sonst, hart am Limit, vielleicht schon ein bisschen drüber. Schwer Kranke, Verrückte und immer wieder Tote. Erstaunlich wie lange man das mit sarkastischen Kommentaren überspielen kann. Man macht einfach so weiter. Und es geht erstaunlich gut, so scheint es. Man merkt, dass etwas nicht stimmt, doch man macht einfach weiter. Aber irgendwann ist es doch genug.
Heute ein bisschen herumgewandert während in der Werkstatt die Winterräder ans Auto geschraubt wurden. Eine Hauptstraße, eine Kurve, ein kleines Kreuz mit Blumen. Das Bild einer jungen Frau. Im Kopf die automatische Stimme: „Schade, um die hübsche Maus.“ Plötzlich eine andere: „Ach halt doch die Fresse, du Arsch.“ Und ein unglaublich beklemmendes Gefühl.

Neue Sachlichkeit

Vor einigen Tagen in der inzwischen vollkommen banalisierten »Sächsischen Zeitung«, die mir vermutlich deshalb kostenlos zuflog, eine kleine Beilage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entdeckt, die eine Ausstellung im Lipsius-Bau bewirbt: Neue Sachlichkeit in Dresden. Ganz famos! Aus Gründen der Schwerfälligkeit, des Zeitmangels und und und … werde ich mir diese Ausstellung wohl nicht ansehen können. Aber ihr da draußen, ihr anderen, geht alle hin und seht sie euch an!