Nacktheit

„Wenn der letzte Rock fiel, stand sie weiß und bleich da in der durchsichtigen schneeigen Nacktheit blutarmer blonder Mädchen. Er fühlte eine ständige Erregung, wenn er sie so vor sich sah, Hände und Gesicht schon verbraucht, von den Fersen bis zum Hals, um den der Sonnenbrand ein bernsteinfarbenes Band gelegt hatte, weiß wie in Milch getaucht.“

Emile Zola, Germinal

2 Gedanken zu “Nacktheit

  1. Der Schinken stand bei meinem Vater im Bücherregal.
    Als junges Gör hab ich darin geblättert..Kann mich erinnern, dass das Buch für mich immer ein kleines Mysterium war. Ich glaube ich hab genau diesen Absatz daoben gelesen ;)

  2. Ich finde den Roman in seiner Beschreibung der menschenunwürdigen Arbeitswelt der Grubenarbeiter der 1860’er Jahre, der physischen und psychischen Enge im Arbeiterdorf, der saturierten Welt der Grubenbesitzer und den sich daraus ergebenden sozialen Spannungen immer noch lesenswert.

    Auch bei uns stand der Roman neben anderen von Zola lange ungelesen im Regal – bis jetzt.

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