Nachtdienst (Fortsetzung)

Durch gewisse Umstände schon wieder Nachtdienst. Man wird meschugge durch dieses ewige Hin und Her. Aber ich bin gern nachts allein und das ist man, wenn man von den mehr als sechzig verrückten, alten und kranken Insassen einmal absieht; es ist eine ganz eigene Welt, grundverschieden von der Tagwelt. Die Truppe ist durch den Sensenmann zur Zeit etwas dezimiert, wird aber in Kürze wieder aufgefüllt sein. Ich überlege, wer als Nächstes sterben wird, einer fehlt noch im Triumvirat.

H. wird bis Mitternacht bei mir sein, dann muss ich sie von mir herunterkratzen und nach Hause schicken. Ein wenig Arbeit ist ja auch noch zu tun. Sie ist ein wirklich unartiges Mädchen und mir beginnt es langsam Spaß zu machen den geilen alten Mann zu spielen. So lächerlich wird man mit der Zeit. Ich glaube das alles gar nicht. Wo soll das enden?