Kraft durch Veränderung?

Über das dienstlich unbedingt Notwendige hinaus nahezu arbeits- und denkunfähig. Die unerträgliche Hitze würde mich wahnsinnig machen, hätte ich dafür noch die Kraft. So lähmt sie mich nur beinahe vollkommen. Es tut mir um die vertane Zeit leid. Hitzestarre ist kein produktiver Prozess.

Vor ein paar Tagen den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Dass es diese Mal nicht in die Hose gehen wird, ist meine große Hoffnung. Die Ausgangsbedingungen, bei diesem erneuten Versuch an der festgefahrenen Situation etwas zu ändern, sind ungleich besser. Dennoch frage ich mich, woher ich den Mut nehme bei im Grunde fehlender Risikobereitschaft einen solchen Kraftakt auf mich zu nehmen. Vielleicht ist es die Ahnung, dass mich die Aufrechterhaltung des derzeitigen Zustandes über kurz oder lang noch viel mehr Kraft kosten würde.

4 Gedanken zu “Kraft durch Veränderung?

  1. Der Erschöpfungszustand hat sich etwas gebessert. Aber zum größeren Teil liegt die Ursache für die extreme Abgeschlagenheit nicht in meinem Körperinneren, davon bin ich überzeugt, sondern in einer übergroßen Arbeitsbelastung. Auf dem Papier 40 Stunden in der Woche, realistisch viel mehr, Unterbesetzung, häufiges Einspringen für ausfallende Kollegen, Dreischichtsystem und so sehr man sich auch bemüht, am Ende steht immer ein unbefriedigendes Arbeitsergebnis, weil mit den vorhandenen Ressourcen einfach kein besseres Ergebnis möglich ist. Man stellt sich schon oft die Frage, warum eine Gesellschaft, der alte, kranke und behinderte Menschen so wenig wichtig sind, dann nicht so konsequent ist und diese einfach euthanasiert. Das wäre wenigstens nicht so heuchlerisch wie das derzeitige Procedere und die zugehörigen Sonntagsreden.

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