Minenspiel

»Sand« gelesen. Nicht voll zu erfassen beim ersten Mal, einzuordnen schon gar nicht. Was aber auch keine Rolle spielt. Auf alle Fälle großartig. Jetzt noch einmal die Buchfassung von »Arbeit und Struktur«. Und zum Schluss das Isa-Fragment, auf das ich mich besonders freue.

2 Gedanken zu “Minenspiel

  1. Auf deine Meinung zu „Sand“ habe ich schon gewartet, wenn auch nur passiv. Ich habe es noch nicht gelesen und war mir auch unsicher, ob ich es kaufen sollte, gerade weil man es irgendwie nicht einordnen kann. Zumindest empfand ich es beim Reinlesen in der Buchhandlung als nicht greifbar, sodass ich es erstmal hintenanstellte. Gut, dann werde ich es wohl demnächst besorgen und es wagen. Auf „Bilder deiner großen Liebe“ freue ich mich auch schon besonders – ich warte da noch noch auf die Taschenbuchausgabe. Ich habe noch zwei Sachen, die ich dir empfehlen wollte. Eines nur zufällig: „Bienensterben“ von Lisa O’Donnell. Ich habe es sehr spontan gekauft, nachdem ich mit Holzfällen von Bernhard fertig war und mal etwas simples brauchte. Kurze Sätze, du weißt. Als ich dann las, dass er dir auch erstmal zu sperrig wurde, dachte ich, dass dir das als Kontrast vielleicht gefallen könnte. Ich fand es gelungen und habe es gern gelesen. Weisheit zwischen den Zeilen und so. Schade ist die Sprache an einigen Stellen – besonders zu Beginn ist sie doch eher vulgär. Das macht den Charme und den Zauber und die Tragik darin irgendwie zunichte oder mindert sie zumindest etwas. Ohne diese gewollte Coolness hätte es etwas ziemlich großes werden können, für mich jedenfalls. Das andere wollte ich dir schon lange als Empfehlung geben, aber irgendwie kam es nicht dazu. Es ist: „Das Buch Ruth“ von Hanns Cibulka, wobei das etwas irreführend ist, denn Hanns Cibulka ist nur der Herausgeber. Es sind die Tagebuchnotizen von Micheal S. , einem Archäologen, der einfach für sich Notizen führte. Ich bin in einem Trödelladen drüber gestolpert und habe es mitgenommen, weil ich Tagebücher irgendwie gern mag … ich glaube, dass ich es am Anfang irgendwie komisch fand – vielleicht, weil das Schreiben für ihn auch irgendwie neu war, aber später, als es selbstverständlicher wurde, fand ich es unheimlich bereichernd. Sein Schreibstil erinnerte mich auch an manchen Stellen an deinen – aber das kann auch nur Täuschung sein. Also falls dich das Buch interessiert, könntest du es sicher noch übers ZVAB bekommen. Ich denke, es könnte dir in der Gesamtheit gefallen – sicher bin ich natürlich nicht.

  2. Zum Roman „Sand“: Wenn man unbedingt auf ein Genre abstellen wollte, dann denke ich hat dieser Roman am ehesten etwas von einem Film Noir. Ich würde ihn nicht pessimistisch nennen, sondern fatalistisch, auf eine unromantische Art romantisch. Und um Herrndorf zu paraphrasieren: Happy End ist für Muschis.

    „Holzfällen“ von Bernhard steht noch aus, ich habe es hier liegen. Ich bin kurz vor Schluss in seinem Erstling „Frost“ stecken geblieben. Das ärgert mich, weil ich dem Zwang unterliege, begonnene Bücher auch dann zu beenden, wenn sie sperrig sind oder mir fremd bleiben.

    Danke für die Buchtipps. Hören sich beide interessant an, auch was man so im Netz darüber lesen kann. Werde ich mir bei Gelegenheit besorgen. Komisch ist, dass ich früher Tagebüchern wenig abgewinnen konnte, vielleicht habe ich auch die falschen gelesen. Ich glaube, das hat sich dann erst mit den Klemperer-Tagebüchern geändert.

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