Kein Weg

»Jedem anderen, außer mir, wäre er [der Großvater] ein Wegbereiter gewesen, aber ich war niemals ein Mensch für einen Weg. Ich bin keinen Weg gegangen im Grunde, wahrscheinlich, weil ich immer Angst gehabt habe davor, einen dieser endlosen und dadurch sinnlosen Wege zu gehen. Wenn ich wollte, habe ich mir immer gesagt, könnte ich. Aber ich bin nicht gegangen. Bis heute nicht. Es ist etwas geschehen, ich bin älter geworden, ich bin nicht stehengeblieben, aber ich bin auch nicht einen Weg gegangen.«

Thomas Bernhard, Der Keller

Ein Gedanke zu “Kein Weg

  1. Von Berhard habe ich mich noch nicht wieder erholt. Irgendwie haben seine endlos-Sätze meine Nerven strapaziert. Bis ich da wieder ran kann, muss wohl noch etwas Zeit vergehen. Aber schön, hier ein paar Ausschnitte zu lesen. Ausschnitte sind gut. Was auch gut ist: seine Gedichte.

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