Mitarbeiterakquise

P., die ich unlängst wieder traf, sucht einen neuen Job. In der alten Pflegefabrik ist es jetzt ganz unaushaltbar. Also hat sie sich nach Beratung mit mir in meiner aktuellen Pflegefabrik beworben, eher unmotiviert, denn die Konditionen für eine Frau mit kleinem Kind sind auch nicht sonderlich motivierend. Bin nun froh, dass sich die Angelegenheit zerschlagen hat, was zwar schade aber für mich auch entlastend ist. Denn die neue Pflegefabrik ist, wer hätte das erwarten können, auch nicht das Gelbe vom Ei und ich wäre ungern der gewesen, der sie hergelockt hat. Denke selbst gerade wieder über Alternativen nach.

3 Gedanken zu “Mitarbeiterakquise

  1. Ich hatte mal eine Sachbearbeiterin beim Jobcenter, die mir sagte: „Es gibt zwei Dinge, die Sie in unserer Gesellschaft niemals werden dürfen: krank oder alleinerziehend.“ Tja.

    Schade, dass du doch nicht wirklich angekommen bist. Das gelbe vom Ei gibt es vielleicht wirklich nicht – aber nichts ist alternativlos. […]

  2. Man sollte sich nicht mit weniger zufrieden geben. Die Pflegebranche krankt daran, dass sich das Pflegepersonal viel zu viel gefallen lässt. Gern wird von den Chefs der Dackelblick aufgesetzt und von den armen alten Menschen, die doch versorgt werden müssen, gefaselt. Ja richtig. Das kostet aber Zeit und Geld. Dabei ist noch nicht mal zu wenig Geld im System, es versackt nur zu viel. Ich bin zu alt mich für dumm verkaufen und mit Kalendersprüchen hinhalten zu lassen und die Versäumnisse anderer mit meiner Naivität und Gutmütigkeit auf meine Gesundheitskosten zu kompensieren.

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