Schiefgegangen

Nachtdienstwoche ist durch. Wie immer Kopfschmerzen und schlechter Schlaf in der ersten normalen Nacht. Im Magen liegt mir außerdem immer noch ein »Gespräch«, zu dem die neue Chefin vorlud. Ein Ärgernis. Inhaltlich juristisch nicht haltbar, in der Form unangemessen. Persönlichkeit und charakterliche Eignung scheinen heutzutage insbesondere in der Pflegebranche für Leitungsfunktionen keine notwendigen Voraussetzungen mehr zu sein. Wie sie anfangen zu drohen, wenn sie nicht weiter wissen, wie sie ihre Fäustchen ballen … Mitarbeitermotivation durch Zeigen der Instrumente und Peitsche schwingen? Bei Sklaven und Leibeigenen eine gute Wahl. Ansonsten ein klassischer Rohrkrepierer.

2 Gedanken zu “Schiefgegangen

  1. Ich glaube, Persönlichkeit und charakterliche Eignung leiden generell, wenn der Druck einfach nur von einem zum anderen durchgereicht wird, ein Stille-Post-Verfahren.

  2. Es drängt sich der Eindruck auf, dass manche in dieser Branche deshalb so auf Karriere erpicht sind, weil sie der Quälerei an der Basis entfliehen wollen. Und statt ihre Position zu nutzen, um sich für Verbesserungen einzusetzen, beteiligen sie sich jetzt ihrerseits an der Quälerei der ihnen Ausgelieferten. Das einzig Gute in dieser Branche, als Fachkraft, welch unsäglicher Begriff, bekommt man an jeder Ecke eine neue Stelle, selbst wenn man nur ein Bein hätte und bis zehn zählen könnte. Damit knackt man sie zuverlässig. Die brauchen uns mehr als wir sie, das muss man sie immer spüren lassen. Ein Herrschaftsinstrument ist das Schaffen von Ungewissheiten bei seinem „Gegner“, das funktioniert vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auch hervorragend andersherum.

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