Lilli

Gestern die angebrochenen Medikamente in die Tierarztpraxis gebracht, die würden gespendet, sagte mir letzte Woche eine der Mitarbeiterinnen. Eine sinnvolle Sache. Auf der Homepage des Tierheimes las ich, dass dort gerne Futterspenden angenommen werden. Besonders Nierendiätfutter würde immer gebraucht. Damit konnte ich reichlich dienen. Ich war selber überrascht, welche Futtermengen sich in kurzer Zeit angesammelt haben. Und von dem normalen Futter habe ich noch viel mehr und Katzenstreu und Katzengras und und und …

Wäre gestern nicht Ruhetag im Tierheim gewesen, ich hätte wahrscheinlich nicht widerstehen können, die dortigen Katzentiere zu besuchen. Die sehen alle so traurig aus auf den Fotos im Internet. Aber es ist besser sich damit Zeit zu lassen. Mme. Lilli ist jetzt genau eine Woche tot und sie fehlt mir sehr. Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass die Entscheidung und der Zeitpunkt richtig waren. Ich denke die ganze Zeit an sie und rede nicht nur im Geiste mit ihr. Abends lasse ich alle Zimmertüren offen – es gibt jetzt keine Notwendigkeit mehr dafür – aber sie zu schließen, fühlt sich einfach falsch an. Die Mieze muss sich frei im Haus bewegen können, wie immer.