Da war doch was!?

Wieder einmal Zeitumstellung. Ich hoffe, man trifft die einzig richtige Entscheidung und wählt die Normalzeit als zukünftig dauerhaft geltende. Doch Vernunft steht heute nicht mehr hoch im Kurs. Momentane Befindlichkeiten, das permanente Reden darüber und Gefühlsduseleien haben das Zeitalter der Aufklärung zu einem Ende gebracht. Als gewesener Naturwissenschaftler reibe ich mir verwundert die Augen, Kindereien wohin man blickt. Vielleicht muss ich aber auch nur einmal einen dieser beschissenen Achtsamkeitskurse belegen und gelegentlich mein inneres Kind befragen, was es denn heute so Albernes tun oder lassen möchte und schon ist alles wieder gut.

Vollendet

Den Plattenspieler und die Aktivboxen eingerichtet. Passt wunderbar an den vorgestellten Platz und funktioniert hervorragend. Ein paar Platten gehört – den Klassiker Ella & Louis und einige Stücke von Franz Lehar. Selbst mit der installierten Standardnadel ein sehr schönes Hörerlebnis. Der Beschenkte freut sich und ich fast noch mehr. Am liebsten würde ich die ganze Anlage wieder abbauen und selber behalten.

Stadtbummel

Mit N. durch die Stadt gebummelt. Von der Altstadt über die Augustusbrücke und dann flussabwärts immer an der Elbe entlang. Ursprünglich wollten wir zu einem Vortrag gehen aber dafür war mir das Wetter zu schön. Unterwegs gesonnt und gut unterhalten. Nach meinem Geschmack zu viele Menschen unterwegs aber es war trotzdem schön. Und wieder diese Merkwürdigkeit festgestellt, ist man alleine unterwegs sehen einen die Frauen, denen man begegnet, kaum ins Gesicht, sie nehmen anscheinend gar keine Notiz von einem. Ist man jedoch in Begleitung einer Frau wird man interessiert zur Kenntnis genommen, die Frauen schauen einen länger an, direkt in die Augen und halten länger den Blickkontakt. Auf dem Rückweg durch die Stadt hat N. mir Kokoswasser gekauft. Ich sollte das mal probieren. Schmeckt merkwürdig aber ich habe es tapfer ausgetrunken.

Redebeitrag

Das Problem unserer Zeit und Gesellschaft: Man verkauft das Diskutieren über ein Problem schon für die Lösung dieses Problems – im Großen wie im Kleinen. Und neunzig Prozent der Deppen da draußen ist damit vollkommen zufrieden. In ihrer infantilen Naivität freuen sie sich sogar auch einmal „gehört“ worden zu sein.

Zurück in die Vergangenheit

Ein runder Geburtstag steht an. Ich hatte lange keine Geschenkidee. Dann fielen mir die vielen Schallplatten ein, die wir aus früheren Zeiten noch haben. Einen Plattenspieler dazu gab es nicht mehr. Ein neuer Plattenspieler nebst Aktivboxen mit Phono-Eingang erschien mir also als ein schönes Geschenk. Von den Preisen hatte ich anfangs nur diffuse Vorstellungen. Ich wollte auf alle Fälle Qualität. Damit schieden die billigen China-Dreher aus, die sich nur mit einem angekauften Markenlabel schmücken aber einen anfälligen Motor haben und von schlechter Verarbeitungsqualität sind. Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass in St. Georgen im Schwarzwald immer noch Plattenspieler hergestellt werden. Das hatte ich nicht erwartet. Preislich zwar weit über meinen schwammigen Anfangsvorstellungen aber eben Qualität. Letztlich ist es der Dual CS 505-4 und das Magnat Multi Monitor 220 Aktivboxensystem geworden. Ich freu mich.