Instant

Das für mich interessante an der analogen Instantfotografie ist das Fertige des entstandenen Bildes. Keine Beeinflussung des gemachten Fotos mehr möglich, wenn man von physischen Manipulationen absieht, die mich nicht interessieren. Man hat ein einziges Bild des fotografierten Sujets.

Vor einiger Zeit schon stieß ich auf die Garten-Polaroids von Arno Fischer. Auf der Homepage kann man sich eine Auswahl der Polaroids ansehen. So etwas Ähnliches schwebt mir vor. Vergängliches in einem einzigen Bild mit diesem unbeschreiblichen Polaroid-Schmelz festhalten.

Sofortbild

Die Sofortbildfotografie geistert mir immer wieder im Kopf herum (neben vielen anderen Dingen, über die der Autor schweigt). Abgesehen von der Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, sich damit zu befassen, zerfällt die Angelegenheit in zwei Stränge: Fuji Instax oder Impossible Project. Fuji ist mir farblich zu kühl, dafür aber einigermaßen langzeitstabil. Die Impossible Filme als Polaroid Wiedergänger gefallen mir farblich besser, sind aber alles andere als ausgereift. Spaßfaktor als einziger Antrieb ist mir zu wenig, es sollen brauchbare Bilder entstehen, die auch länger als ein paar Tage haltbar sind. Zur Zeit schwanke ich je nach Tagesform zwischen: das Projekt vergessen oder eine aufgearbeitete Polaroid SLR 680 mit allerlei sinnvollem Zubehör anschaffen. Richtig oder gar nicht.

E6

Der erste entwickelte Fuji Provia 100f ist eingetroffen. Auf der Leuchtplatte machen die Bilder einen sehr guten Eindruck. Mindestens neun von zwölf Aufnahmen verwendbar. Durch das Scannen verlieren die Bilder zwar deutlich, sie sind aber näher am Original, als ich das bisher je hinbekommen habe. Zufrieden. Kann man weiter verfolgen.

Banding-Workaround

Winterzeit ist Bandingzeit. Jedenfalls wenn Schnee liegt, man auf Farbnegativ- oder Schwarzweißnegativfilm fotografiert und einen Epson V700 Scanner zum digitalisieren verwendet. Banding, das sind diese verdammten Streifen in hellen (Schnee!), strukturarmen Bildflächen, die eine Reflexion des unbelichteten Negativrandes in eben diesen angrenzenden hellen Bildteilen darstellt. Das bekommt man mit Bildbearbeitung kaum weg. Besser ist es, das Banding von vornherein physisch zu vermeiden.

Es gibt verschiedene Vorschläge im Netz, wie das zu bewerkstelligen ist. Man müsste eine Abdeckung verwenden, die den unbelichteten Negativrand von der Lichtquelle des Scanners abschirmt. Diarahmen sind eine gute Idee, nur brauchte ich welche in 6×6 (gibt es), 6×7 und 6×9 (schon schwieriger) oder man bastelt sich selbst solche Rahmen aus dunklem Karton. Nichts für mich. Mir kam der Gedanke, dass es ausreichend sein müsste, wenn man die Negative so in den Negativhalter einlegt, dass die bandingempfindlichen Bereiche vom Halter selbst abgedeckt werden und zusätzliche zu den äußeren Seiten des Scanners weisen. Die zur Mitte des Scanners zeigenden Bereiche sind ohnehin nicht vom Banding betroffen und können mit Negativrand gescannt werden. Und es funktioniert. Auf diese Weise verliert man zwar beim Scannen ca. einen Millimeter des belichteten Filmes an der abgedeckten Seite aber das Banding tritt definitiv nicht mehr auf.

Winterlandschaft

Der Schnee, die Bäume, die Sonne oder auch die neblige, diesige Lichtstimmung, je nachdem. Zen-like atmosphere. Im Hinterkopf als Referenz die Hokkaido Bilder von Michael Kenna. Aus dem Gefrierfach zwei Fuji Acros 100 geholt. Format 6×6, lange nicht benutzt. Wegen der geometrischen Strenge hier unbedingt empfehlenswert. Schneeschuhe an und losgestapft. Gespannt auf die Ergebnisse.

Querfeldein

Heute wurden die Schneeschuhe geliefert, eher als gedacht. Am Nachmittag gleich ausgiebig im Gelände getestet. Ich bin bisher sehr zufrieden. Nur einmal bin ich umgefallen beim Übersteigen eines Weidezaunes. Meine Reichweite in verschneiter Landschaft abseits der Wege hat sich immens gesteigert und ich bin nicht halb so kaputt wie bislang. Einige gute Aufnahmen gemacht, hoffe ich.

Equipment

Die ersten mit der Fujica belichteten Filme sind da. Ich bin sehr zufrieden, keine Lichtlecks, die Entfernungsmessung und zumindest die schnellen Zeiten funktionieren tadellos, die langsamen muss ich noch testen. Aber es sieht gut aus. Die Kamera ist ihr Geld wert. Vielen Dank nach Japan.

Ich ziehe also jetzt mit der Bessa III, bestückt mit Tri-X 400, und der Fujica mit Portra 400 bzw. 160 durch die Gegend, dazu das bewährte Manfrotto Stativ. Für die Fujica habe ich eine zweite Schnellwechselplatte für dessen Kugelkopf angeschafft, so dass ich ohne viel Gefummel zwischen beiden Kameras wechseln kann.

Fujica

Der erste Rollfilm ist voll. Acht Aufnahmen auf einem 120’er Film sind schnell beisammen. Der Film geht morgen zur Entwicklung raus, Ende der Woche weiß ich, ob die Kamera etwas taugt. Auffallend im Vergleich zur Bessa III ist, dass der Sucher deutlich dunkler und auch etwas blaustichig ist. Damit kann man leben aber wenn man den Sucher der Bessa III gesehen hat, ist das ein klarer Rückschritt. Auf die Bildqualität hat das keinen Einfluss aber es ist sehr augenfällig. Ansonsten mag ich das Biest. Wenn sie technisch ordentliche Bilder macht, werden wir Freunde.

Texas-Leica

Gestern beim Hauptzollamt gewesen. Nach ein paar Formalitäten, und nicht zu vergessen dem Begleichen von Zoll und Einfuhrsteuer, konnte ich meine gut erhaltene Fuji GW690 III nach Hause tragen. Das Gerät durchgecheckt, scheint alles in Ordnung zu sein, mit einem Kodak Portra 400 gefüttert und am Nachmittag gleich ausgeführt. Der Verschluss ist gegenüber der Bessa III ungleich lauter, aber das wusste ich schon. Ich bin auf die ersten Bilder gespannt. Ich hoffe, sie überraschen mich nicht negativ mit Lichtlecks oder dergleichen.