Los gehts

Urlaub schon wieder vorbei. Gewohnheitsmäßig nutzte ich diesen dazu liegen gebliebene Angelegenheiten abzuarbeiten. Wie gewohnt gelang das nur zum Teil. Das macht mir aber wie gewöhnlich nichts.

A. hat inzwischen ihre Reha angetreten. N. erholt sich vom Ausgraben. Ich starte wieder in den Nachtdienst.

Hut auf

Trage mit Stolz meinen neuen ganz und gar nicht billigen Strohhut im Fedora Stil. Zur Sicherheit jedoch erst einmal in einer abseitigen Gegend, in der mich niemand kennt. Bisher keine komischen Kommentare von Passanten oder lachende Schulkinder, die mit Fingern auf mich zeigen. Ganz im Gegenteil, man grüßt mich wir mir scheint respektvoll und ich nicke jovial.

Rohrschatten (nicht Rorschach)

Zu Fuß und mit dem schweren Fotorucksack unterwegs auf der EUGAL-Trasse, die sich von der Ostsee kommend durch die sächsische Landschaft Richtung tschechischer Grenze narbt. Mein Hut ist noch nicht eingetroffen, weshalb ich ab und zu meinen Kopf im Schatten der Rohrsegmente herunter kühlen muss bevor der Liquor kocht. Derweil schreibe ich zum Zeitvertreib Dinge ins Internet.

N. gibt an, ihre archäologischen Grabungen entlang der Trasse ohne nennenswerte Funde beendet zu haben: ein paar Münzen aus der frühen Neuzeit, ein Steinbeil und anderer neolithischer Krimskrams – mehr nicht. Keine 2. Himmelsscheibe von Nebra oder vergleichbares. A. hingegen schweigt zurzeit sehr eindrücklich, was ich nicht recht einordnen kann und mich ein wenig traurig macht.

Liquor wieder ok. Weiter gehts.

Hut

Die Aspekte Stil + Würde sowie Sonnenschutz führen fast automatisch zu einem Fedora-Hut in der Strohvariante. Als Trilby ist er mir zu geckenhaft, dann doch lieber die urprüngliche Bogart Version. Außerdem sieht die breitere Krempe nicht nur besser aus, sondern ist auch zweckmäßiger als Sonnen- und Blendschutz.

Auszug

Gestern hat A. ihren temporären Aufenthalt in unserer Anstalt beendet. Sie ist vorerst nach Hause zurück gekehrt, der Beginn der Reha ist noch unklar. Ich habe sie an meinen freien Tagen häufig besucht und wir haben uns auch über Katzen unterhalten aber nicht nur. Eine beeindruckende willensstarke Frau. Sie hat mich eingeladen, mir ihre ungefähr eine Autostunde entfernte kleine Stadt zu zeigen, wenn sie wieder besser laufen kann. Ich freue mich darauf.

Zudem gab es weitere Höhepunkte in meiner geruhsamen Existenz, die in ihrem Erlebniswert aber weit abfallen, dazu zählen zum Beispiel eine 24 Stunden Gastroenteritis und die Behandlung bei meinem Zahnarzt.

Brandenburgische Beobachtungen

Hier just an der Elbe bei Mühlberg in der Sonne sitzend, komme ich nicht umhin mitzuteilen, die ersten Mehlschwalben des Jahres soeben gesichtet zu haben. Des Weiteren gibt es hier verschiedene Reiherarten, mindestens zwei Schwäne und auch Möwen. Manchmal springt ein Fisch aus dem Wasser und drüben auf der anderen Elbseite grast eine Schafherde. Dies nur zur Kenntnisnahme. Möchte noch anfügen: Das Leben ist schön.

Nicht nur monothematisch

Neulich nachts mit A., dem Nesthäkchen, unterhalten. Sie hat auch eine alte, kranke Katze zu Hause. Ihre Diagnosen lauten Hyperthyreose, Bluthochdruck und ein Leberproblem. Hat mich sehr an Mme. Lilli erinnert, die bis auf den Bluthochdruck dieselben Probleme hatte. A. hofft, dass ihre Miez so lange durchhält bis sie im Juni wieder zu Hause ist.
Gestern dann wieder eine Tour zu Fuß durch die Stadt mit N. und anschließendem Abendessen. Ihrer alten Katze, die an einer immer wieder auftretenden Gallenblasenentzündung leidet, geht es zur Zeit ganz gut. In Abständen meldet sich die Krankheit aber immer wieder.
Dies alles erweckt vielleicht den Anschein, dass ich mich mit mir begegnenden Damen nur über Katzen unterhalten würde. Der Eindruck täuscht. Es gibt auch andere Themen, Hunde und Pferde zum Beispiel oder den Untergang des Abendlandes.

Freizeitbeschäftigung

Ich bin ja ein ausgesprochener Impf-Befürworter, ich muss mich nur aufraffen. Habe meine Schwerfälligkeit nun endlich überwunden und mich zu einer FSME-Impfsession entschlossen, da mein bevorzugtes Streifgebiet jetzt ebenfalls zum FSME-Risikogebiet zählt und ich jedes Jahr mehrmals von hungrigen Zecken angefallen werde. So verbringe ich meinen Urlaub mit Zahn- und Hausarztbesuchen und mit Fotografieren natürlich, verstärkt wieder mit dem großen Besteck.

Vollendet

Den Plattenspieler und die Aktivboxen eingerichtet. Passt wunderbar an den vorgestellten Platz und funktioniert hervorragend. Ein paar Platten gehört – den Klassiker Ella & Louis und einige Stücke von Franz Lehar. Selbst mit der installierten Standardnadel ein sehr schönes Hörerlebnis. Der Beschenkte freut sich und ich fast noch mehr. Am liebsten würde ich die ganze Anlage wieder abbauen und selber behalten.