Zerstückung

Gestern die Baustelle der neuen Trasse S191n wieder einmal abgelaufen. Mir erschließt sich nicht die Notwendigkeit dieser neuen Straße. Mich bekümmert die Landschaftszerschneidung, der weggespülte Löß, die Veränderung des Reliefs – Einschneidung hier, Aufschüttung da …

Auf den zerstückten Feldarealen ringsum läuft derweil die Einsaat. Ein übergroßer Traktor mit angehängtem Gerät und aufsitzendem Agrarier besorgt das. Ein Trupp Krähen folgt in einigem Abstand und prüft den korrekten Ablauf des Vorganges.

Baustellenromantik

Ein kleiner Hase rast durch das halbfertige Regenrückhaltebecken, sieht mich nicht, bleibt erst zwei Meter vor mir plötzlich wie angewurzelt stehen, versteckt sich dann schnell unter einem Bauwagen. Ein Bussard kreist über der Trasse und landet auf einem künstlichen, von Baumaschinen zusammen geschobenen Berg. Grillen zirpen auf den umliegenden Wiesen und den durch die Trasse zerschnittenen Feldern. Der feine Lößboden ist durch die schweren Baufahrzeuge aufgebrochen und bildet eine zentimeterdicke Staubschicht. Baumaschinen aller Art stehen wie in einem Freilichtmuseum herum. Die Baustelle der neuen Umgehungsstraße S 191n am Wochenende.