Lupe & Filmentwicklung

Habe nun endlich eine sehr brauchbare Präzisionslupe mit zehnfacher Vergrößerung und moderatem Preis in meinem Besitz. Überlege immer noch, ob ich zukünftig selber entwickeln soll oder nicht. Mich schreckt die Chemiepanscherei und das Einfummeln der Filme in die Entwicklerdose mit meinen zwei linken Händen. Und bis man eine gleichbleibende Qualität der entwickelten Negative erreicht hat, dauert es seine Zeit und die fehlt mir für solche Experimente. Werde Foto-Görner erstmal eine Chance geben und dann weiter sehen. Man muss schließlich die heimische Wirtschaft stärken, wenn es die Regierung schon nicht tut.

Filmentwicklung & Handabzüge

Zum 1. Januar gibt Photo Studio 13 in Stuttgart seinen Fotolaborbetrieb ab. Ich überlege, ob das der Zeitpunkt sein könnte, die Filmentwicklung selbst zu übernehmen. Es wäre von Vorteil, wenn man die Negativerstellung komplett in der eigenen Hand hätte. Auf der anderen Seite hätte ich keine Möglichkeit Kontaktabzüge zu erstellen, die mir wichtig sind. Mal sehen. Vielleicht gebe ich auch Foto-Görner in Dresden eine Chance, welche die Fachvergrößerungen vorgenommen haben.

Überhaut: Die Handabzüge auf Barytpapier in 18×24 cm sind wunderbar geworden. Bei einem ist die Schärfe nicht optimal, das liegt aber an mir. Hätte ich vorher am Negativ feststellen können, wenn ich eine gescheite Negativlupe gehabt hätte. Bald hab ich eine. Der zweite Handabzug dagegen ist einwandfrei. Kann mich gar nicht satt sehen. Ein schöner Rahmen mit Museumsglas von SPAGL und passendem Passepartout ist auf dem Weg zu mir.

Dev&Scan

Ich habe schon viel Gutes von »Mein Film Lab« gelesen und gesehen, einem kleinen Labor, das neben der Filmentwicklung und Ausbelichtung auch hochwertige Scans der Negative anbietet. Mit dem dort verwendeten Fuji Frontier SP 3000 ist eine Scanqualität möglich, die ich mit meinen Hausmitteln niemals erreichen kann. Auch die Zeitersparnis gegenüber dem selbst scannen und nachbearbeiten ist an Anreiz. Den Preis für das ganze Paket empfinde ich als angemessen. Wenn der 90. Rollfilm voll ist, was noch einige Zeit dauern wird – habe ich schon angesprochen, dass ich wenig Zeit habe? – geht er in den Hürtgenwald.

Großlabor

Am Dienstag den zweiten Ektar testweise bei Schlecker abgegeben, die lassen bei CEWE entwickeln. Auf den Fototaschen steht zwar nichts von Rollfilm, der würde aber problemlos entwickelt, hieß es im Internet. Nach Kontrolle der Negative, muss ich sagen: Sehr gute Arbeit. Keine Flecken (!), kein Staub, nur ein paar Kratzer und Wischspuren. Der Film wurde in Zweierstreifen geschnitten (ideal zum Scannen) und ist kaum gewölbt. Hatte dazu Abzüge bestellt im Format 10×15 cm, wegen des Rollfilmformats 6×7 wurden Abzüge von ca. 10×12,7 cm geliefert. Das Ganze für 3,75 €. Kann man wirklich nicht meckern. Ich werde es wieder tun.