Enwicklungen

Von der Polizei um 10 Euro erleichtert worden. Verwarngeld wegen falschen Abbiegens. Rotzfrech. In der Neustadt mag es schöne Frauen geben, die Verkehrslage ist bei Nutzung eines PKW dafür recht unschön.

Habe bei Görner einen entwickelten Fuji Reala abgeholt und bei der Gelegenheit zwei Kodak Ektar Rollfilme zum Testen gekauft. Bin etwas zwiegespalten diesem Film gegenüber, die Farbsättigung ist hoch, die Farben warm und erdig – hm, die Scaneigenschaften und Körnigkeit sehr gut. Mal sehen wie er sich macht. Ich hätte noch zwei Ektar mehr mitgenommen aber die Polizei …

Frau F. sprach von einer Ausstellung, die wir machen sollten. Allen Ernstes. Das hat mich gefreut. Natürlich habe ich abgewimmelt. Nächstes Jahr vielleicht. Aber ich habe mich gefreut, allen Ernstes.

Es geht voran

Heute Vormittag das Balkongeländer gestrichen, trotz des Zutreffens von nur 50 % der geforderten Prämissen. Jetzt stinkt mein ganzes Arbeitszimmer nach Farbe, wenn ich das Fenster auch nur ankippe. Das wird sich hoffentlich bald geben.

Am Nachmittag die zweite Rolle des Fuji Reala im Format 6×7 vollgemacht. Geht morgen zur Entwicklung.

Gestern Abend mehrere Glühwürmchen gesehen. Jahrelang keine gesichtet. Nehme das als gutes Zeichen für irgendwas.

Beschäftigung

Werde erst ruhiger, wenn ich an meinen freien Tagen wenigstens ein bis zwei in meinen Augen brauchbare Fotos gemacht habe …

In letzter Zeit über mich interessierende fotografische Sujets nachgedacht. Nicht zum ersten Mal mit Fotografen beschäftigt, die der Stilrichtung des New Topographic Movement zugeordnet werden. Besonders Robert Adams, Lewis Baltz und Stephen Shore sagen mir zu.

Rekonvaleszent?

Es beginnt langsam wieder in den Fingern zu jucken. Möchte raus, fotografieren gehen. Zeit und Muße braucht man, sonst nichts. Alles zu seiner Zeit. Reif muss sie sein, die Zeit. Die Arbeitshetze tötet jede menschliche Regung. Man sollte wirklich kaputt machen, was einen kaputt macht. Warum tut man das nie?

Ich lese mit großem Genuß den kurzen Roman von Perikles Monioudis – Palladium. Als ich im Laden den Titel sah, dachte ich zuerst an das Metall Palladium. Er meint aber etwas ganz anderes. Ein Palladium ist eine Darstellung der Pallas Athene, welche seinen Träger vor Unheil schützt.
Der Schreibstil Monioudis‘ gefällt mir sehr, er erinnert mich in seinen Ortsbeschreibungen an die Sprecher, die bei diesen Filmen für Sehgeschädigte aus dem Off die Spielszenen beschreiben. Diese eigenartige Assoziation hatte ich gleich zu Anfang. Ein wunderbarer Roman.