Einstellungssache

Gestern Nachmittag ein starkes Gewitter von Osten. Der erste nennenswerte Regen seit langem für nicht einmal eine Stunde, heftiger Wind und Hagel am Anfang. Ein Sturzbach kam die Straße herunter. Kurze Zeit später ging die Sirene. Heute wieder brütende Hitze, vielleicht ein oder zwei Grad weniger als zuletzt. Im Dachgeschoss 29 °C. Ich schlafe seit Wochen schlecht egal ob tagsüber oder nachts.

Die Katze nimmt weiter zu, sie hat schon 300 Gramm zugelegt, bezogen auf den gemessenen Tiefstwert Ende Juni. Die erste T4-Kontrolle ergab Werte im unteren Bereich also wurde die Thyronormdosis etwas zurück gefahren. Sie bekommt jetzt 0,25 ml morgens und 0,5 ml abends. Ich war erst skeptisch und dachte, es wäre besser wenn sie früh und abends die gleiche Dosis bekäme. Es scheint aber auch so zu funktionieren, sie ist ruhig und ausgeglichen. Am 13. August erneute Kontrolle.

Jagdliche Einrichtung

Erneut in einen Gewitterguss geraten. Schon reichlich durchnässt erreichte ich endlich einen überdachten Hochsitz. Beim Hochklettern mit meinem ganzen Equipment abgerutscht und fast von der bemoosten Leiter gefallen. Oben in der Kanzel auf dem Boden benutzte Taschentücher, Kondome und Bonbonpapier. Die Jagd ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal war.

Regenwetter

Auf freiem Feld in ein Gewitter geraten, dabei vollkommen durchnässt aber nicht vom Blitz getroffen worden. Ob man mir auch einen kleinen Gedenkstein im Fall der Fälle setzen würde? Vermutlich nicht. Am nächsten Tag wieder nass geworden in Betrachtung der über und über blühenden Orchideenwiesen in der Nähe des Galgenteiches bei Altenberg. In dieser Fülle noch nie gesehen.

Sommernacht

Gegen Mitternacht immer noch 28°C im Dachgeschoss. Im Osten Wetterleuchten. Das lautlose Gewitter lange vom Dachfenster aus beobachtete. Manchmal einzelne Blitze erkennbar, meist nur das Aufleuchten ganzer Wolkentürme. Von Kindheit an von Gewittern fasziniert. Dunkle Erinnerungen an Erzählungen über Kugelblitze, die durch Wände gehen, und Sankt-Elms-Feuer auf Schiffsmasten.

Trockenheit

Ein Mann klettert in den aufgeschütteten Schotterflächen des letzten Hochwassers herum auf der Suche nach dem verantwortlichen Bächlein. Kommentiert wird sein Tun von zwei hauseigenen Irren, die auf der anderen Bachseite gestikulierend über das Geländer hängen.

In der Nacht unruhiger, klebriger Schlaf, später Blitzkaskaden mit permanentem Donnergrollen aus Südwest und handtellergroße Regentropfen.

Elektrisches

Habe mich heute unter Buchen aufgehalten – während eines Gewitters. Falls das nichts genutzt hätte, wäre ich dennoch nicht fehl am Platze gewesen. Die Buchen standen auf dem Johannisfriedhof in Dresden.

Vorher war ich bei der wunderbaren Frau B., die selbst im verschwitzten Zustand noch sehr gut aussieht. Ich habe das dienstliche Gespräch künstlich in die Länge gezogen und ihr zum Abschied gleich zweimal die Hand gegeben. Natürlich ist auch die Hand – Pars pro toto – von hervorragender Qualität. Ein haptisches und optisches Gedicht.