Zu Fuß (2)

Nochmals über das „Schwarzen Gut“ auf der Höhe hinunter ins Käbschütztal und dem Bach folgend bis zu seiner Mündung in den Ketzerbach bei Zöthain. Die Lommatzscher Pflege wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die wenigen Waldstreifen beschränken sich auf steilere Talflanken meist an Fließgewässern. Die Trockenhänge mit Waldresten und Trockenrasen entlang des Käbschütz- und des Ketzerbaches stehen deshalb unter Naturschutz.

In Zöthain gibt es eine „alte Schanze“ genannte Slawenburg. Man erkennt noch teilweise die Wallanlagen. Auf dem Rückweg über die Höhe traf ich meine Freunde die Bienenfresser wieder. Sie trieben sich auf einer alten Streuobstwiese und den frisch geeggten Feldern herum. Mit einer Handvoll Birnen von der aufgelassenen Streuobstwiese ging es wieder vorbei am geheimnisvollen „Schwarzen Gut“ zurück zum Auto.

Zu Fuß

Tour durch die Lommatzscher Pflege entlang des Ketzerbaches beginnend in Zehren an der Mündung des Baches in die Elbe. Typisch für das Gebiet die kleinen Weiler, die oft nur aus ein paar Gehöften bestehen. In Prositz gibt es zu meiner Überraschung ebenfalls eine Kolonie Bienenfresser ebenso im Bereich der Seilitzer Kaolingrube. Sie finden dort an den Lößabbrüchen die Möglichkeit ihre Brutröhren anzulegen. Bei Wachtnitz sah ich kurz ein biberartiges Tier im Bach. Kann ein Biber gewesen sein oder eine Bisamratte. Ich konnte den Schwanz nicht erkennen. Zwei nicht besonders scheue Rehböcke traf ich auch.

Bei Zöthain verließ ich das Bachtal und wanderte über die Hochfläche zurück nach Zehren. Auf dem Weg lag ein Beobachtungsbunker Typ B und das verfallene einsam in den Feldern liegende „Schwarze Gut“ über das ich nichts herausfinden konnte. Bei diesem Namen, der abseitigen Lage und dem ruinösen und verwilderten Zustand muss es dort aber einfach spuken. Bei meiner Inspektion fanden sich jedoch weder Geister – wahrscheinlich war es noch zu früh – noch Leichenteile in Müllsäcken nur ein Falter, ein Admiral, wärmte sich auf den Mauerresten in der Abendsonne. Zum Schluss vorbei an der Seilitzer Tongrube, in der heute noch Kaolin abgebaut wird aus dem das Meißner Porzellan hergestellt wird.

Heimatkunde II

Unweit von Steudten, einem kleinen Nest in der Lommatzscher Pflege, stand ich gestern bei trübem Wetter und einsetzendem Nieselregen auf dem Huthübel. Auf  dieser kleinen Erhebung inmitten der ausgeräumten Agrarlandschaft steht auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel der Menhir von Steudten. Von hier aus soll der Sage nach Heinrich I. im Jahr 928/929 die Belagerung der Burg Gana der Elbslawen geleitet haben.