Entkraust

Heute nach 12 Tagen endlich die Halskrause entfernt. Sie roch schon etwas ranzig, nach Futter und Kotze. Mme. Lilli ist konsterniert, nicht panisch wie beim Anlegen, als sie überall dagegen rannte und den gesamten Weihnachtsdekokrimskrams umwarf, aber gepflegt verwirrt. Sie hält es für angebracht sich vorerst nur noch im Zeitlupentempo zu bewegen. Und arg gerupft sieht sie aus, der Unterbauch komplett kahl und beide Schienbeine der Vorderläufe haben Glatze auch am Hals fehlt Fell. Da die Mieze schwarz ist und ihre Haut schneeweiß sieht das sehr traurig aus. Ich spreche ihr Trost und Mut zu und versichere ihr, dass sie für mich immer die schönste Katze der Welt bleibt.

Fortschritte

Gestern früh nach einer Woche 10- bzw. 12-Stundennachtdienste heimgekommen, kurz geschüttelt und dann die Katze eingefangen, in die Transportkiste gesperrt und ab zum Tierarzt. Wundkontrolle und Fäden ziehen auf dem Plan. Ich hab gleich noch mal Blut zapfen lassen zur Kontrolle der Entzündungswerte, leider hielt Mme. Lilli nicht die ganze Zeit still dadurch verrutschte die Kanüle etwas. Gestern Abend hatte sie dann eine geschwollene Pfote, ich führe das auf ihr unkooperatives Verhalten zurück. Schmerzen hat sie keine, ich kann daran herumfummeln, alles frei beweglich und sie läuft auch normal. Heute schon besser. Wunde am Bauch sehr gut verheilt, Fäden konnten problemlos ohne Narkose gezogen werden. Die Halskrause lasse ich zur Sicherheit noch bis morgen dran, damit sie nicht gleich an der Wunde schleckt. Zu meiner Freude hat sie auch wieder ungefähr 100 Gramm zugenommen. Sie liegt jetzt mit Halskrause etwas über 2,4 kg. Sie war immer ein schlankes Mädchen aber das ist noch arg wenig.

Hoppla

Bei einer weiteren dreitägigen Fortbildung mit einem OP-Pfleger aus Berlin ins Gespräch gekommen. Er steuerte kuriose Anekdoten bei, was erwachsenen Menschen so alles in diverse Körperöffnungen des Unterkörpers gelangt und dann operativ wieder herausgeholt werden muss. Das Beste sind die vorgebrachten Geschichten der Betroffenen, wie ihnen dieses Malheur passiert ist. Ein immer wiederkehrendes Narrativ geht so, beim Duschen ausgerutscht und wie es der Zufall so will dabei auf diverse Flaschen, Murmeln oder andere Kleinteile gefallen zu sein, die im Badezimmer herumlagen und dann bei der Gelegenheit unglücklicherweise tief in Anus oder Vagina eindrangen.