Man kann nicht wirklich Mitleid mit dem SPIEGEL haben, weil ihm nun sein Kartenhaus aus gefühligen Kitschgeschichten mit moralisch „richtigem“ Anspruch um die Ohren fliegt. Verständlich, dass die Verantwortlichen im Herrn Relotius gern den alleinigen Bösen sehen wollen und nur zu gern verkennen, dass sie ihn erst zu dem gemacht haben was er ist. Sie haben ihm erst ermöglicht mit seiner Schreibe in ihrem vor Sendungsbewusstsein – wir sind die Guten, wir sind das Sturmgeschütz der Demokratie, wer nicht mit uns ist, ist ein Feind der Demokratie, der offenen Gesellschaft, der … – triefenden Hause groß herauszukommen, weil seine Gefühlsepen so perfekt in das eigene Narrativ passten. Gerne würden sie es beim Bauernopfer Relotius bewenden lassen und nach ein bisschen Betroffenheits-Tamtam zur Tagesordnung übergehen. Begriffen, dass es sich hierbei im Wesentlichen um eine „Causa SPIEGEL“ und nur im Minderen um eine „Causa Relotius“ handelt, dass Herr Relotius nur ein Symptom der SPIEGEL-Krankheit ist, haben sie bisher allem Anschein nach nicht.
SPIEGEL
Telefonterror
Da sie nun doch anrufen, die SPIEGEL-Burschen, meine Meinung zu hören: Hier ist alles gesagt. Es bleibt dabei, ich telefoniere nicht. Buchen Sie die Aktion bitte unter Marketingfehlschlag.