Post

Diana Krall: The girl in the other room

In Musik on 7. Februar 2010 by Ferdinand Bardamu

Ich höre Musik und versuche mir en passant Wissen anzueignen. Das funktioniert natürlich nicht. Also höre ich Musik.

Mehr lesen »

t

Schaltschrank

on 7. Februar 2010 von Ferdinand Bardamu

Schreibe einen Kommentar

t

Zukunftsvision

In Innenleben on 7. Februar 2010 by Ferdinand Bardamu

Niemals wird dieser Winter vergehen. Und falls doch, werde ich Monate brauchen, mich von ihm zu erholen – wenn es mir denn gelingt. Nahtlos wird dann ein heißer klebriger Sommer folgen, der versuchen wird mir den Rest zu geben. Die Aussichten stehen nicht schlecht.

Beim Niederschreiben dieser Zeilen weine ich leicht aus dem linken Auge. Vermutlich nur eine Folge meiner Hunderttagegrippe.

t

Etikettensammlung

on 6. Februar 2010 von Ferdinand Bardamu

2 Kommentare

Post

Gefunden

In Notizen on 1. Februar 2010 by Ferdinand Bardamu

Fand gerade einen alten Mann im Schnee, der eine Treppe heruntergefallen war. Ausdauernd hatte er “Hallo” gerufen, was ich beim Verzehr meines Abendbrotes hörte. Ich setzte ihn auf die Treppe zum Body-Check. Eine blutende Beule auf der Stirn, schien die einzige Blessur. Ich schleppte ihn die Treppe hoch zur Eingangstür. Er ging hinein und ich nach Hause, Kompressen für den verbeulten Kopf zu holen. Ich war keine zwanzig Meter weg, da kam er wieder raus und fiel ein zweites Mal die Treppe runter. Nun zwei blutende Beulen auf der Stirn. Ein Krankenwagen wurde gerufen und hat ihn mitgenommen.

t

Leere

on 31. Januar 2010 von Ferdinand Bardamu

Schreibe einen Kommentar

Post

Feststellungen

In Notizen on 31. Januar 2010 by Ferdinand Bardamu

  • Die Meisenhähne glauben tatsächlich, es sei schon Frühling, die kleinen Idioten.
  • Es gibt nichts Belebenderes als einen Spaziergang über den Friedhof.
  • Obacht vor Fahrzeugen mit rückwärtig angebrachtem Christenfisch. Deren Lenker mögen gute Christen sein…

t

Briefwechsel

In Beruf, Innenleben on 30. Januar 2010 by Ferdinand Bardamu

Ein Arbeitsagent schrieb mir unlängst einen Brief im Duktus des kaiserlichen Beamten, der einen stehlenden Landstreicher bescheidet. Was für ein jämmerliches Leben, wenn man gezwungen ist seine Brötchen bei dieser Agentur zu verdienen. Ich habe in kühler Arroganz zurückgeschrieben, solange ich noch einen Cent habe, den ich nicht brauche, mir Essen, Trinken und Wohnung zu kaufen, kann ich mir das leisten. Man muss seine Verachtung ganz dezent zwischen die Zeilen streuen, so dass sie fast nicht zu bemerken ist. Dann wirkt sie am besten und am längsten. Wenn man nicht vollkommen abgestumpft ist, was wiederum bei einem Arbeitsagenten…

Im Übrigen werde ich den Winter auch nicht los, er steckt mir in den Knochen.

t

Winter

Ein weiterer November war gekommen, und alle, die der Vergangenheit huldigten, bereiteten sich auf die Kälte vor. Sie hatten den Winter in den Knochen, und wenn das einmal so ist, wird man den Winter sein Lebtag nicht mehr los.

Susanne Riedel, Eine Frau aus Amerika

Verfasst 19. Januar 2010 von Ferdinand Bardamu

t

Rekonvaleszent?

In Fotografie, Innenleben, Literatur on 13. Januar 2010 by Ferdinand Bardamu

Es beginnt langsam wieder in den Fingern zu jucken. Möchte raus, fotografieren gehen. Zeit und Muße braucht man, sonst nichts. Alles zu seiner Zeit. Reif muss sie sein, die Zeit. Die Arbeitshetze tötet jede menschliche Regung. Man sollte wirklich kaputt machen, was einen kaputt macht. Warum tut man das nie?

Ich lese mit großem Genuß den kurzen Roman von Perikles Monioudis – Palladium. Als ich im Laden den Titel sah, dachte ich zuerst an das Metall Palladium. Er meint aber etwas ganz anderes. Ein Palladium ist eine Darstellung der Pallas Athene, welche seinen Träger vor Unheil schützt.
Der Schreibstil Monioudis’ gefällt mir sehr, er erinnert mich in seinen Ortsbeschreibungen an die Sprecher, die bei diesen Filmen für Sehgeschädigte aus dem Off die Spielszenen beschreiben. Diese eigenartige Assoziation hatte ich gleich zu Anfang. Ein wunderbarer Roman.