Eine Art Tagebuch …

Zeit

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Eine Frau aus dem Krankenhaus zurückbekommen. In ihrem Körper Metastasen so weit das Auge reicht. Es fehlt jeglicher Lebenswille, sie will sterben, sie wird sterben. Ich würde gerne für sie da sein, länger als nur ein paar Minuten, in denen ich ein von Controllern vorgesehenes Programm abspulen muss. Auch wenn ich auf das Programm scheiße und ich es weglasse – niemand, der stirbt, muss gewogen, sein Körper bis in die letzte Ritze inspiziert werden oder muss eine berechnete Menge an Flüssigkeit oder Nahrung zu sich nehmen – habe ich nicht die Zeit für sie, die menschlich angemessen wäre. Man müsste einfach nur da sein, das genügte. Aber das ist zu viel.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

17. Mai 2013 um 10:34

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L/7

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

16. Mai 2013 um 10:38

Kaputt

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Das Sommerbiotop des kleinen Frosches ist zerstört, der Steinbottich hält das Wasser nicht mehr. Im nun trockenen Trog steht jetzt ein Blumentopf. Der Frosch wird bei Anreise nicht begeistert sein. Keine Heimat nirgends.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

15. Mai 2013 um 10:40

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

13. Mai 2013 um 09:33

Würdelos

mit 10 Kommentaren

Machen wir uns nichts vor, Sex hat etwas Lächerliches und Tierisches an sich. Da hebt auch das kulturelle Beiwerk, wie Kerzen, gedämpftes Licht nebst Musik und so weiter nichts auf ein höheres Niveau. Es bleibt dabei, das verschwitzte Gehampel ist der Würde eines Menschen im Grunde nicht angemessen. Und was einen diese wiederkehrende Geilheit an Zeit und Energie raubt!

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

12. Mai 2013 um 11:37

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Waldbrand?

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Der Fichtenwald qualmt. Merkwürdig sieht das aus. Doch der Wald brennt nicht, er blüht. Und der leichte Wind trägt den Pollen in großen, gelben Wolken davon.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

11. Mai 2013 um 19:59

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L/4

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

10. Mai 2013 um 20:01

Rückkehr

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Die Nachtdienste selber sind nicht das Problem, das antizyklische Leben hat seinen Reiz. Auf Arbeit zu fahren, wenn es sich andere vor dem Fernseher gemütlich machen, nach Hause zu kommen und in sein Bett kriechen zu können, wenn andere ihr ödes Tagewerk beginnen müssen.
Die Umstellung auf Tagesbetrieb fällt sehr viel schwerer. Vor allem der erste Tag ist merkwürdig. Die Migräne ist das eine, eine alte Bekannte, mit der man inzwischen umgehen kann. Aber da ist noch etwas anderes, eine Traurigkeit, die man sich nicht erklären kann.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

10. Mai 2013 um 17:14

Veröffentlicht in Beruf

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Geschrieben von Ferdinand Bardamu

7. Mai 2013 um 11:23

Alle Neune

mit 6 Kommentaren

Bei der Verabschiedung auf die ängstliche Frage der vermutlich schon seit ihrer Geburt hysterischen Frau R., die zur Zeit den einsamen Nachtdienst in der Pflegefabrik versieht, was denn hier im Hause so rumple, geantwortet, das seien die Seelen der unzähligen hier zu Tode gekommenen Insassen, die keine Ruhe fänden und deshalb in den langen Gängen zum Zeitvertreib etwas kegelten, und damit partout nicht zur Beruhigung beigetragen.

Geschrieben von Ferdinand Bardamu

6. Mai 2013 um 10:59

Veröffentlicht in Beruf

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