Landschaftsfotografie
Zur Inspiration, die mir gerade fehlt, sind Fotografien von Altmeister Ansel Adams immer gut. Hier mal in Form eines virtuellen Fotobuches zum durchblättern. (via kwerfeldein)
Sophie Zelmani: Most of the time
Heute im Auto vom Hotel der Verdammten kommend diese Cover-Version des Bob Dylan Songs gehört. Gefällt mir besser als das Original. Well done, Sophie!
Status
Blog versus Twitter, so sieht’s im Moment aus. Twitter hat grad die Nase vorn, bei aller Unausgereiftheit. Twitter ist Statementbloggen in hundertvierzieg Zeichen. Mehr bekomme sowieso gerade nicht hin.
Liebesgedicht
Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehn,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.
Rainer Maria Rilke, 1899
Zu langsam
Heute einer unangekündigten Feuerübung im Gebäude beigewohnt. Zeitgleiche Evakuierung dreier Etagen über eine einzige Außentreppe. Es wurde viel gelacht. Rechne im Ernstfall mit einer kill rate oberhalb von zehn. Dann wird auch weniger gelacht werden.
Fabrizio de André: Valzer per un amore
Warum nicht mal ein Walzer, wenn einem danach ist? Also! Auf geht’s!
Microblogging…
Es laufen bis auf weiteres wieder Fingerübungen drüben bei Twitter…
Mopedmann
Am Hauptbahnhof auf nasses Kopfsteinpflaster legte sich ein dicker Mopedmann im Lederjäckchen. Setzte sich jedoch gleich wieder auf, um seinem funkensprühenden über das Pflaster scheppernden Zweirad hinterherzuschauen.
Der schwarz lackierte Stahlhelm (M35) saß noch korrekt, die Zigarette im Mundwinkel auch, nur der Gesichtsausdruck war etwas erstaunt. Ich wusste, was zu tun war und stieg nicht aus dem Auto aus, um seiner Coolness keinen Abbruch zu tun. Nach kurzer Pause stand er auf, sein Moped aufzuklauben und an den Straßenrand zu schieben.
Jurisprudenz
Der Anwalt ist so freundlich seinem Klischee zu entsprechen. Jung, Gelfrisur, dunkler Anzug, eloquent, eitel, selbstverliebt. Etwas nervend nur seine Eckart von Hirschhausen-Attitüde beim Sprechen. Überhaupt: das Genöle von Hirschhausen geht mir auf den Zeiger. Es war eine Zeitlang unterhaltsam; jetzt reizt nur noch zum Kotzen. Dafür kann der Anwalt nichts. Aber es trübt sein Bild etwas.
Ich finde die Rechtswissenschaften seit jeher unterhaltsam. Nicht das ich an Gerechtigkeit oder dergleichen glaubte, über diese kindlich Phase bin ich lange hinaus. Mir gefällt die vollkommen emotionslose Betrachtungsweise eines Falles; moralische Kategorien spielen wenn überhaupt nur eine mittelbare Rolle. Ein Umstand, der viele Menschen abstößt. Mich fasziniert das.


